Lachspopulation an der Þjórsá in Gefahr Skip to content

Lachspopulation an der Þjórsá in Gefahr

Der Vorsitzende des Vereins zum Schutz der Wildlachspopulation, Orri Vigfússon, hält die Lachspopulation in der Þjórsá für gefährdet, wenn der Staat es tatsächlich zulasse, dass das Wasserkraftwerk Hvammsvirkjun am unteren Lauf des Flusses gebaut werde. Ein echtes Gutachten zum Einfluss des Kraftwerks auf die Fischpopulation, wie das Gesetz es vorsehe, sei nicht erstellt worden.

Das Parlament hatte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause das Hvammsvirkjun, eins von drei Kraftwerken die der nationale Energieversorer Landsvirkjun am unteren Teil der Þjórsá errichte möchte, von der Warteschlange des Energierahmenplans in die Nutzkategorie verschoben. „Wir sprechen hier von einer Volksnutzung, doch bevor die Nutzung stattfinden kann, muss mit den Leuten, die dort Land besitzen, viel mehr gesprochen und verhandelt werden und das ist eigentlich nie passiert. Da hat man sich mal den ein oder anderen Landbesitzer vorgenommen und versucht, mit ihm einen Vertrag zu schliessen, doch da fehlt es an einem grossen Vertragswerk,“ kritisierte Orri visir.is gegenüber.

Wenn das Wasserkraftwerk gebaut werde, dann sei die Lachspopulation in Gefahr. Das Wissen darum sei mangelhaft und eine Studie zur Flussfauna hätte oberste Priorität haben müssen. „Dort in der Þjórsá haben wir die grösste nachhaltige Wildlachspopulation in ganz Island, und sie ist in grosser Gefahr.“ Im Jahr 2002 war eine Studie zu Flora und Fauna der Þjórsá erstellt worden, doch bezeichnet Orri diese Studie als in vielerlei Hinsicht überholt. Es gebe einen grossen Bedarf, eine neue Umweltstudie zur Auswirkung des Kraftwerks auf die Natur an der Þjórsá, sowie zu geplanten Gegenmassnahmen zu erstellen. Da fehle es in weiten Teilen an notwendigen Informationen, um ein solches Vorhaben überhaupt durchzuziehen. „Das hat sich alles total verändert und es muss von Grund auf neu untersucht werden.“ forderte Orri.

Auch der Geologe Snæbjörn Guðmundsson hatte vor kurzem im Reykjavíkur Vikublað ein neues Gutachten bezüglich der Umweltverträglichkeit des geplanten Kraftwerks an der unteren Þjórsá gefordert.

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