Krankenschwester von Totschlagsvorwurf freigesprochen Skip to content

Krankenschwester von Totschlagsvorwurf freigesprochen

Das Reykjavíker Bezirksgericht hat gestern eine Krankenschwester, die des unfreiwilligen Totschlags bezichtigt worden war, in allen Anklagen freigesprochen. Auch das Universitätskrankenhaus Landspítali wurde nicht weiter belangt, berichtet RÚV.

Beide Parteien waren beschuldigt worden, vor drei Jahren den Tod eines Patienten verursacht zu haben, welcher auf der Intensivstation erstickte, kurz nachdem er vom Beatmungsgerät getrennt worden war.

Der Fall ist beispiellos, weil hier zum ersten Mal das Krankenhaus und ein Mitarbeiter mit dem Strafgesetz konfrontiert wurden. Mitarbeiter des Landspítali, die in grosser Zahl zur Urteilsverkündung erschienen waren, drückten ihre grosse Erleichterung über die Entscheidung des Gerichtes aus, schreibt mbl.is

Die Krankenschwester sagte RÚV gegenüber, sie habe stets befürchtet, schuldig gesprochen zu werden, der Freispruch sei eine grosse Erleichterung.

Ólafur G Skúlason, der Vorsitzende des isländischen Krankenpflegeverbandes, sagte, “Wir begrüssen ihren Freispruch und den des Landspítali ebenso. Was wir möchten, ist für solche Fälle eine korrekte Ermittlung, die uns in die Lage versetzt, aus Fehlern zu lernen, damit wir die Sicherheit der Patienten noch besser gewährleisten können als dies heute der Fall ist. Unserer Ansicht nach ist die Vorgehensweise in diesem Fall nicht der richtige Weg dafür.”

“Wenn eine Serie von Vorfällen dazu führt, dass etwas systematisch falsch läuft, dann sollte eine Person alleine nicht beschuldigt werden,” sagte er RÚV gegenüber.

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