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Keine Hühnerfabrik im Rangárþing ytra

Die südisländische Schlachterei Sláturfélag Suðurlands (SS) hat sich von Plänen verabschiedet, auf der Gemarkung Jarlsstaðir im Landsveit in Südisland eine Geflügelfabrik zu errichten. In der Fabrik sollten 60.000 Hühner für die Nahrungsmittelproduktion aufgezogen werden, berichtet Vísir. Die Leitungen der Bezirkswasserämter von Rangárþing ytra und Ásahreppur hatten in einem Brief an den Baubevollmächtigten dringend vor dem Vorhaben gewarnt.

Das Schlachtunternehmen will sich nun nach einem anderen geeigneten Bauplatz für das Projekt umsehen.

Im Brief der Wasserämter heisst es, dass nähere Untersuchungen zu Grundwasser und Geologie des Gebietes fehlten, und ohne diese könnten keine Entscheidungen zu Bauvorhaben gefällt werden. Beim Schutz der Brunnen gehe es um die Interessen der Gemeinschaft. Im Brief wird ebenfalls vor dem Plan eines vergrösserten Sommerhausgebietes mit Kläranlage im oberen Teil des Landsveit gewarnt. Die Grundwasserläufe führten geradewegs zu den Quellen, um die es hier gehe – Kerauga, eins der grössten solitären Quellgebiete des Landes.

Árni Hjartarson, Geologe beim isländischen Energieforschungsinstitut, sieht das Gebiet des Landsveit als ausgesprochen sensibel für jede Art von Verschmutzung. Und vieles deute darauf hin, dass die geplante Geflügelfabrik auf dem Quellgebiet der Keraugaquellen errichtet werden soll. “Entscheidungen für eine Betriebserlaubnis jedweder Unternehmungen in der Nähe eines Wasserschutzgebietes müssen mit besonderer Umsicht getroffen werden,” schreibt Árni.

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