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Keine Flughafeneskorte mehr für Präsidenten

Staatspräsident Guðni Th. Jóhannesson kündigte vergangene Woche an, dass er die Tradition der Eskorte durch seinen Amtsstellvertreter bei Auslandsreisen abschaffen möchte. In der Regel fungierte der isländische Premierminister als Stellvertreter des Präsidenten und hat ihn zum Flughafen begleitet.

“Ich glaube, es war nur eine Frage der Zeit, bevor das geändert wurde,” sagte Guðni RÚV gegenüber. “In modernen Zeiten mit moderner Technologie und immer mehr Auslandsbesuchen des Staatsoberhauptes glaube ich, ist es für jedermann offensichtlich, dass dies eins der Dinge ist, die sich mit der Zeit verändern. Das ist nun keine grosse Sache.”

Guðni ist Historiker und ausgewiesener Experte für die Geschichte des isländischen Präsidentenamtes. Die Tradition sei ein altes Erbe,erklärte er. “Sie stammt aus der Zeit, als der Präsident noch an Bord der Gullfoss ins Ausland reiste und es am Pier eine Abschiedszeremonie gab.”

Er wisse noch nicht, ob er weitere Amtstraditionen verändern wolle, er glaube aber, dass er eher konservativ bleiben werde. Jeder Präsident hinterlasse jedoch seine Spuren im Amt.

Das kann Guðni von sich nach bereits drei Wochen Amtszeit wohl behaupten. Er war der erste isländische Präsident, möglicherweise auch weltweit, der eine Rede beim Homosexuellenfestival Gay Parade am 6. August gehalten hatte, am vergangenen Samstag nahm er als erster Präsident am Reykjavíker Marathon teil und beeendete den Halbmarathon mit in einer guten Zeit (1:43.37).

Zwischen seinen präsidialen Aufgaben hilft er derzeit seinem Jüngsten, sich im neuen Kindergarten einzuleben. Die Familie zieht in diesen Tagen von Seltjarnarnes in die Präsidentenresidenz nach Bessastaðir in Álftanes um.

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