Kein Erdkabel auf Bauernland an der Svartá Skip to content

Kein Erdkabel auf Bauernland an der Svartá

Die Landbesitzer auf Halldórsstaðir II im nordisländischen Laxárdal haben kürzlich einen Vertrag mit dem Energieversorger SSB Orka zur Verlegung eines Erdstromkabels über ihr Land aufgekündigt. Sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass weitaus mehr Erdarbeiten notwendig seien als bei Unterzeichnung des Vertrags klar war. In einem Brief an das Unternehmen bezeichneten die Landeigentümer die Erdarbeiten als unzumutbar und unnötig. Das Unternehmen erhält daher keine Erlaubnis, auf dem Land von Halldórsstaðir II Arbeiten für das in der Region geplante Wasserkraftwerk Svartárvirkjun auszuführen.

Halldór Valdimarsson, einer der beiden Landbesitzer, gefällt das Kraftwerksprojekt an der Svartá überhaupt nicht. “Als wir die Daten genauer angeschaut haben, wurde uns klar, dass da weitaus mehr Störung durch die Verlegung der Leitung entstehen würde, als wir vorher gewusst hatten.” Sie sähen daher keine Veranlassung, die Arbeiten auf ihrem Land zu erlauben. Das Kraftwerk seit absurd und es gehöre sich nicht, diese Naturperle auszubeuten.

“Dieses Wassergebiet ist unbedingt vergleichbar mit der Laxá am Mývatn, das ist eine Hochlandperle,” sagte der Landwirt RÚV gegenüber.

Ein Umweltverträglichkeitsgutachten durch das isländische Planungsbüro ist in Arbeit.

Die Projektleitung des Energierahmenplans hatte vorgeschlagen, den gesamten Skálfandafljót in die Schutzkategorie zu verschieben. In zwei der drei Entwürfe würde die Svartá ohnehin innerhalb des Schutzgebietes liegen. Die Zukunft des geplanten Staudammgebietes ist daher ungewiss.

Nun ist zusätzlich ein Verein zum Schutz der Svartá und Suðurá im Bárðardal gegründet worden. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das gesamte Gebiet in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln, berichtet RÚV heute morgen.

Das Svartá-Kraftwerk soll 9,8 MW erwirtschaften. Das Bauprojekt würde einen drei Kilometer langen Kanal von drei Metern Breite, sowie ein Erdkabel über 40 Kilometer Länge beinhalten.

Pétur Bjarnasson, Sprecher der SSB Orka, liess wissen, dass die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich gehalten würden. Auch wenn das Kraftwerksgebiet als Industriegebiet ausgewiesen werde, heisse dies nicht, dass sich dort weitere Industrie ansiedle. Man könne die Region weiterhin für Ausflüge nutzen.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts