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Katla-Beben gehen weiter

Das Isländische Wetteramt hat gestern weiter seismische Aktivität im Vulkan Katla festgestellt. Um 15:12 Uhr ereignete sich ein Beben mit einer Stärke von 3,3. In der Nacht davor gab es Beben von 4,5 und 4,6 – den stärksten dort seit 1977.

Geophysik-Professor Páll Einarsson sagte gegenüber RÚV, die Aktivität in der Katla sei ähnlich wie die im Jahr 1977, als kein Ausbruch folgte. „Erdbeben dieser Stärke haben in der Katla bisher nicht zu Vulkanausbrüchen geführt. Es sind Bewegungen in der Erdkruste, und sie stehen in Verbindung zum Vulkan, aber nicht direkt zu Magma-Bewegungen.”

Kristín Jónsdóttir, Koordinatorin der Naturkatastrophen-Abteilung des Wetteramts, sagte gestern Nachmittag beim Radiosender RÚV’s Rás 2, es sei nicht abzusehen, wie sich die Aktivitäten entwickeln. Sie erklärte, es sei nicht die Frage ob, sondern wann Katla ausbricht und wies darauf hin, dass seit dem letzten Ausbruch der Katla im Jahr 1918 ungewöhnlich viel Zeit verstrichen sei.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei der Katla um einen sehr aktiven Vulkan handelt. Und wenn wir die Geschichte verfolgen, gab es seit der Besiedelung Islands [im neunten Jahrhundert n.C.] 16 Ausbrüche im Vulkan. Der durchschnittliche Abstand zwischen den Ausbrüchen liegt bei 50 Jahren, gerade erleben wir einen von 98 Jahren… Also wird es einen Ausbruch geben, die Frage ist nur, wann.”

Kristín erklärte, Wissenschaftler beobachteten die Entwicklungen in der Katla genau. „Wenn wir Anzeichen dafür erkennen, dass unter dem Gletscher [Mýrdalsjökull] ein Ausbruch begonnen hat, wird es eine Weile dauern, bis die Lava sich ihren Weg hindurch gefunden hat, bevor da eine Aschefahne sein wird. Das wird ein paar Stunden dauern. Und es dauert auch, bis das Wasser aus dem Gletscher herausläuft. Wir haben also Zeit, eine Warnung herauszugeben. Wir haben gute Leute, die rund um die Uhr arbeiten.”

Die Südküsten-Stadt Vík sei in Gefahr, überflutet zu werden, sollte die Katla ausbrechen.

Kristín fügte hinzu, die Sensoren würden überprüft, damit klar sei, dass sie korrekt arbeiteten. Auch sei auf Austmannsbunga auf dem Gletscher Mýrdalsjökull ein neuer Erdbeben-Monitor aufgebaut worden, nahe am Epizentrum der größeren Beben.

Gestern berichteten wir:
https://www.icelandreview.com/de/news/2016/08/29/staerkste-katla-beben-seit-j…

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