Islands Walfleisch-Export nach Japan in Gefahr Skip to content

Islands Walfleisch-Export nach Japan in Gefahr

Laut eines aufgezeichneten Telefongesprächs zwischen einem Greenpeace Vertreter und dem Geschäftsführer der Asian Trading Co. Ltd. in Japan, besteht dieses Jahr kein Interesse bei Japans Hauptimporteuer isländisches Walfleisch von Island abzukaufen.

Wahlfang in Island. Copyright: Icelandic Photo Agency.

In diesem Gespräch erklärte der Geschäftsführer, dass die Japaner nicht mehr viel Walfleisch konsumieren würden und die jüngeren Generationen hätten daran kein Interesse mehr. Der jährliche Konsum von Walfleisch liegt in Japan bei 4.000 Tonnen, fügte er hinzu.

Die isländische Tageszeitung Fréttabladid besitzt eine Kopie des Gesprächs, welches am 7. März stattfand.

Kristján Loftsson, der Geschäftsführer des isländischen Walfangunternehmens Hvalur hf., erzählte der Zeitung, dass geplant ist, das Fleisch der nach Fangquote erlaubten 150 Finnwale dieses Jahr nach Japan zu exportieren. Das sind mindestens 6.000 Tonnen.

Letztes Jahr exportierte Hvalur rund 80 Tonnen Fleisch von Finnwalen durch Asia Trading nach Japan. „Die Leute können endlos darüber debatieren, wieviel die Japaner jedes Jarh essen,“ sagte Loftsson gegenüber Fréttabladid.

Laut Loftsson ist der Preis für Walfleisch aufgrund der Wirtschaftlichen Situation in Japan gesunken, jedoch mache er sich keine Sorgen, keine Abnehmer vorzufinden. „Die Leute denken nicht nur an dieses Jahr, sondern längerfristig. Es ist teuer, nach einer so langen Zeit wieder anzufangen.“

Loftsson sagte, dass er mit dem Geschäftsführer der Asian Trading gesprochen habe und dieser geleugnet habe, das obengenanntes Gespräch mit dem Greenpeace Vertreter Wakao Hanaoka geführt zu haben. „Wenn das Gespräch mit ihm stattgefunden haben sollte, dann hat dies Greenpeace erfunden. So funktionieren die,“ kommentierte Loftsson

Allerdings hat die Person, mit der Hanaoka das Gespräch geführt hat, Fréttabladid bestätigt, dass er der Geschäftsführer von Asian Trading ist. Aber er wollte keinen Kommentar abgeben und bleibt im Zeitungsbericht anonym.

Einige Greenpeace Vertreter, auch Hanaoka, sind momentan in Island und haben sich gestern mit den entsprechenden isländischen Regierungsstellen getroffen. „Der Grund, warum wir hier sind, ist den betreffenden Behörden zu zeigen, dass es keinen Markt für Walfleisch in Japan gibt,“ erklärt Hanaoka.

Klicken Sie hier, um mehr über den Walfang in Island zu lesen.

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