Isländisches Unternehmen organisiert Energiesparen in Europa Skip to content

Isländisches Unternehmen organisiert Energiesparen in Europa

Die Firma Rational Network aus Egilsstadir in Ostisland, einer von drei Zweigen der Rational Group (die beiden anderen sind Rational Products in Belgien und Rational Minds in Kanada) bietet Energiesparlösungen in Europa an.

amsterdam-street-light_ps

Eins ihrer Projekte ist ein Kontrollsystem für die Strassenbeleuchtung in Amsterdam. Themenfoto: Páll Stefánsson.

Vor drei bis vier Jahren ist das Energiesparen nicht besonders populär gewesen, aber seit dem wirtschaftlichen Niedergang in Europa ab 2008 wächst das Interesse an Lösungen, berichtet das Morgunbladid.

„Wir mussten ganz schön strampeln vor der Krise in 2007, aber unsere Chance kam nach dem Zusammenbruch“, sagte Elektroingenieur Thröstur Jónsson, einer der beiden Angestellten von Rational Network.

Eins ihrer Projekte ist ein Kontrollsystem für die Strassenbeleuchtung in Amsterdam – das System wird via Internet vom Büro in Egilsstadir aus gesteuert.

Jónsson arbeitet hauptsächlich daran, Energie besser zu nutzen. Unter seiner Mitarbeit wurden in 700 norwegischen Gebäuden, darunter Hotelketten, Einkaufszentren, Verwaltungsgebäuden, Schulen und andere öffentliche Gebäude, Energiesparsysteme installiert. Norweger seien sehr bewusste Stromnutzer, sagte er.

„Die Daten zu den Gebäuden werden von Skýrr in Reykjavík verwaltet,“ erklärte Jónsson. „Über das Internet schauen wir uns den Energieverbrauch in den Gebäuden an, und wenn wir die Daten ausgewertet haben, können wir Einsparpotenziale aufzeigen.“

Die Verantwortlichen für die entsprechenden Gebäude können den Verlauf der Energiesparmassnahmen über das Internet mitverfolgen. In den 700 norwegischen Gebäuden sind die Energiekosten so um 18-33 Prozent gefallen.

„Manchmal geht es um ganz simple Dinge, wenn wir uns das mal angeschaut haben. In Europa laufen z.B. häufig Klimaanlage und Heizung zur selben Zeit. Die weltweite Energieverschwendung ist riesig und ich schätze, dass 20-30 Prozent der Energie einfach durchs Fenster verpufft, meistens aus Dummheit.“ sagte Jónsson.

„Wenn man sich die Dinge genauer anschaut, findet man schnell heraus, wie man 20 Prozent der Energie besser nutzen könnte. Da geht es um hohe Beträge.“

Übersetzung: Dagmar Trodler.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter