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Island zu Pferd erkunden

Die Messe „Pferd & Jagd“ ist Europas größte Ausstellung für Reiter, Jäger und Angler. Unter den rund 400 Ausstellern rund ums Pferd, die sich dieses Jahr vom 1. bis 4. Dezember auf dem Messegelände in Hannover präsentierten, waren auch zwei isländische Betriebe.

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Reiten auf Island (hier: Húsey, Ostisland). Foto: bv.

Katja Bröker teilt sich zusammen mit den Jónssons vom Islandpferdehof Hestabakki aus Buchholz an der Aller einen Stand. Sie vertritt das Unternehmen Hestasport aus Varmahlíð in Nordisland.

Von einstündigen Ausritten über anspruchsvolle Mehrtagesritte rund um den Fjord Skagafjörður und das nördliche Hochland bis zu kombinierten Reit- und Rafting-Touren reicht das vielfältiges Programm des Familienbetriebes.

Seit vielen Jahren hat das Unternehmen „Arinbjörn Jóhannsson Erlebnisreisen“ aus Hvammstangi in Nordwestisland seinen eigenen Stand auf der Messe.

Arinbjörn ist einer der Pioniere des isländischen Pferdetourismus. „1979 habe ich die erste Tour organisiert. Das waren damals noch richtige Expeditionen“, erinnert sich der hochgewachsene Isländer.

„Mit sechs bis acht Teilnehmern und vielen Packpferden ritten wir zum Angeln und verbrachten drei Nächte im Hochland.“ Die Teilnehmer hatten damals meist keine Reiterfahrung und die Pferde waren notwendiges Transportmittel.

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Arinbjörn Jóhannsson (rechts) am Messestand in Hannover. Links Mitarbeiterin Martina Klocke. Foto bv.

Heute bestehen die bis zu 15 Teilnehmer umfassenden Gruppen aus erfahrenen Reitern, die das besondere Reiterlebnis in der Einsamkeit der Fjorde und Hochebenen Nordwestislands suchen.

„Eine ganze Herde läuft mit und alle anderthalb Stunden werden die Pferde gewechselt“, erzählt eine Hannoveranerin, die einen der Ritte mitgemacht hat, und deutet auf den Bildschirm am Standtisch, auf dem ein Video läuft.

„Es war sogar ein isländischer Opernsänger dabei, der ist einfach so mitgeritten.“ Abbi, wie alle hier Arinbjörn nennen, erklärt: „Das war Garðar Thór Cortes, der Darsteller von Nonni im Film Nonni und Manni. Er ist heute ein berühmter Tenor in Europa.“

Für Touristen, die nicht reiten, bietet Abbi Wanderreisen, Island-Rundreisen und spezielle Themenreisen an. Er hat in den 1970er Jahren in Deutschland ein paar Semester Volkskunde studiert, sich dann aber auf Brekkulækur, dem Hof bei Hvammstangi, auf dem er aufgewachsen ist, auf sanften Tourismus spezialisiert.

„Ich habe einfach mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt er lachend. Inzwischen unterstützen ihn seine deutsche Frau Claudia und ein professionelles deutsch-isländisches Team.

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Helgi Björnsson. Foto: bv.

Auf die Messe „Pferd & Jagd“ begleitet ihn seit ein paar Jahren Helgi Björnsson vom Nachbarhof Huppahlíð. Helgi ist Bauer und Holzschnitzer und hat einen Teil von Abbis Stand in eine Werkstatt verwandelt. Hier entstehen töltende Pferde, schräge Vögel, Papageientaucher und andere Schnitzwerke aus nordamerikanischem Lindenholz.

„Als Bauer bin ich bisher wenig gereist,“ erzählt Helgi, während er konzentriert weiterschnitzt. Als Kind war er mit seinem Vater einmal am Mývatn; fünfzig Jahre später hat er den See als Mitglied einer Reisegruppe seines Nachbarn zum zweiten Mal besucht und sich über die vielen Touristen gewundert. Inzwischen hat er Deutsch gelernt, denn so meint er, „man muss sich doch im Ausland verständigen können“.

Hier geht es zur Homepage von Hestasport und hier zu Arinbjörn Jóhannsson Erlebnisreisen.

Bernhild Vögel

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