Island wartet auf Antwort auf den Icesave-Brief Skip to content

Island wartet auf Antwort auf den Icesave-Brief

Die isländische Regierung hat bisher noch keine formale Antwort auf ihren Brief bekommen, den sie gestern an die britischen und niederländischen Regierungen geschickte hatte, als Reaktion auf deren Gegenofferte von Freitag zu den Icesave- Kreditkonditionen.

Der Sitz der isländischen Regierung. Foto: Páll Stefánsson.

In dem gestrigen Brief hatte Island sich zu weiteren Verhandlungen bereit erklärt.

Es ist unwahrscheinlich dass heute noch eine Antwort eintreffen wird, aber die isländische Regierung hofft bis zum Ende der Woche eine Antwort zu erhalten, berichtet das Fréttabladid.

Nach Quellen des Blattes hatte Finanzminister Steingrímur J. Sigfússon gestern mit den Ministern Grossbritanniens, der Niederlande und Norwegens bereits verhandelt.

Der niederländische Finanzminister Wouter Bos ist gestern in Reaktion auf den Rücktritt der niederländischen Regierung ebenfalls zurückgetreten. Eine seiner letzten Handlungen war das Gespräch mit seinem isländischen Amtskollegen.

Das Gespräch war jedoch rein informell und beinhaltete keine Antworten oder neue Angebote.

Eine Gruppe des isländischen Verhandlungsgremiums war gestern nach London gereist, um mit den britischen und niederländischen Verhandlungspartnern zusammenzutreffen zu können und über Fortgang und Zeitplan der Verhandlungen zu sprechen.

US-Anwalt Lee C. Buchheit und die Vorsitzenden des Verhandlungsgremiums Gudmundur Árnason und Lárus Blöndal sind ebenfalls in London eingetroffen, während Einar Gunnarsson und Jóhannes Karl Sveinsson in Island warten.

Die Isländer sind vorsichtig optimistisch, dass die Verhandlungen weitergehen. Keine Tür habe sich bisher geschlossen, heisst es. Trotzdem ist der Zeitraum für Verhandlungen knapp, wenn man bedenkt, dass das Referendum zum Icesavegesetz am 6. März stattfinden soll.

Nach Angaben des Morgunbladid endete der Brief, in dem Briten und Niederländer am Freitag ihre Gegenofferte übermittelt hatten, mit den Worten: „Dies ist unser bestes Angebot.“

Man ist sich im isländischen Gremium unsicher, ob das bedeutet, dass dies in der Tat das letzte Angebot sei und dass die Absender nicht die Absicht haben, an den Verhandlungstisch zurückzulehren.

Nach Quellen der Zeitung sei Buchheit von den Worten überrascht gewesen, was in diesem Stadium der Verhandlungen ungewöhnlich ist.

Buchheit habe der politischen Führung Islands angeblich gesagt, dass dies Verhandlungstaktik sein könne. Er sei der Meinung, dass die britische und niederländische Regierung immer noch offen für Gespräche sei, weil ihnen genauso wichtig sei, das Icesave-Referendum in Island zu vermeiden.

Moralisch befände Island in einer guten Position, meint Buchheit. Indem es seine Angebotsentwurf letzte Woche in London vorgestellt hatte, habe es Fairness und Verantwortungsbewusstsein demonstriert.

Klicken Sie hier um mehr über Icesave zu lesen.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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