Island sauer über Grönlands Interesse an Makrelen-Fangquote Skip to content

Island sauer über Grönlands Interesse an Makrelen-Fangquote

Die isländische Regierung glaubt, es könnte den Interessen der Isländer schaden, wenn die Anlandung von Makrelen, die in grönländischen Gewässern gefangen werden, in Island erlaubt werde.

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Themenfoto: Bjarni Brynjólfsson.

Grönland könnte dann nämlich fordern, Teil der Makrelen-Verhandlungen zu werden und die Anerkennung der Europäischen Union als Makrelenfangstaat fordern, berichtet ruv.is.

Es gibt verschiedene Meinungen darüber, welchen Einfluss auf die Verhandlungen über Makrelen-Fangquoten haben würde, dass der Fischbestand begonnen hat, sich in Grönländische Gewässer auszubreiten.

Einige meinen, es könnte die Verhandlungen verkomplizieren, doch andere glauben, es könnte die isländische Position stärken.

Der Makrelen-Fangquotenstreit zwischen Island, den Färöer Inseln, Norwegen und der Europäischen Union läuft seit einigen Jahren, ohne, dass bisher eine Lösung darüber absehbar wäre, wie die Quote aufgeteilt werden könnte.

Inzwischen planen die beteiligten Länder, 45 Prozent mehr als die empfohlene Quote zu fischen. Damit käme es wohl zu einer Überfischung.

Während die Ausbreitung der Makrele in grönländische Gewässer Islands Ansprüche stützen könnte, da sie zeigt, dass sich das Verhalten der Fische ändert, was Island ermöglichen könnte, einen höheren Prozentsatz der gemeinsamen Quote zu fordern, argumentieren andere wiederum, die Erlaubnis, in Grönland gefangenen Fisch in Island anzulanden, könnte den isländischen Argumenten entgegenwirken.

Fischereiminister Steingrímur J. Sigfússon schrieb in einem Brief an die grönländischen Behörden, falls eine solche Anlandung erlaubt würde, würden Norwegen und die EU diesen Fang Island zurechnen und die Isländer der Überfischung beschuldigen, was dem Anliegen der Isländer schaden würde.

Das nächste Treffen im Makrelenstreit ist für Anfang kommenden Monats angesetzt.

Mittlerweile fangen zwei chinesische Fischerboote im Auftrag von Grönland Makrelen in den Fischgründen zwischen Island und Ostgrönland, wie ruv.is berichtet.

Die Boote werden ihrem Fang auf dem in chinesischem Besitz befindlichen Fabrikschiff Lafayette anlanden, das von den Unternehmen Fjord Fishing und Finance Company gemietet wurde, die in diesem Jahr fast die gesamte Makrelenquote der Färöer Inseln aufgekauft haben.

Hier lesen Sie mehr über den Streitfall.

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