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Innenminister gegen chinesischer Anlage in Island

ogmundur-jonasson_radherraInnenminister Ögmundur Jónasson verlangt, dass die Regierung ihre Gesetzesänderung in Bezug auf den Plan des chinesischen Investors Huang Nubo widerruft, in Nordisland das Landstück Grímsstaðir á Fjöllum langfristig zu leasen.

Ögmundur sagte dem Fréttablaðið, dass er die Angelegenheit morgen mit seinen Ministerkollegen besprechen wolle.

Dem Gesetz nach können Personen oder Partner außerhalb der EU in Island weder Land kaufen noch für länger als drei Jahre leasen. Im vergangenen Jahr hatte Ögmundur Huangs Anfrage für eine Ausnahmeregelung abgelehnt.

Im gleichen Jahr waren jedoch Gesetze verabschiedet worden, die Zugeständnisse in derartigen Angelegenheiten gewähren, um Investitionen zu ermöglichen. Diese Gesetze können den Chinesen nun in die Lage versetzen, die bestehende Gesetzeslage zu umgehen.

„Wir müssen diese Konzessionen erneut im Bezug auf die Kauf- oder Mietpläne der Chinesen überprüfen. Und wir müssen ganz offensichtlich mit den Behörden in Nordisland über Zukunftsentwicklung reden,“ sagte Ögmundur.

Äußerste Vorsicht sei geboten, wenn es um Eigentum von isländischem Land und Ressourcen gehe. Eins der wichtigsten Projekte sei heutzutage, sensibel auf die Begehren von ausländischen Tycoonen und Unternehmen zu reagieren, die willens seien, in Island zu investieren.

„Ich kann erkennen, dass Nubos Vertreter in Island es normal findet, wenn Supermächte wie die Chinesen ein Mitspracherecht bei Entscheidungsfindungen haben wollen, etwa beim Bau eines Hafens für Riesenschiffe, oder einer Ölraffinerie in Nordisland. Ich frage zurück: was ist mit dem isländischen Staat? Ist es nicht wichtig, dass wir als Nation und Staat unsere Zukunftsinteressen schützen?“ fragte der Minister.

Ein schwedischer Geschäftsmann – John Harald Orneberg, der Gründer und Chef von The Forest Company – hat derweil zusammen mit isländischen Investoren Ländereien im Tag von Langidalur im Ísafjarðardjúp in den Westfjorden gekauft, berichtet bb.is.

Als Käufer fungierte ein Unternehmen namens Varpland hf. Die Ländereien Kirkjuból, Brekka, Neðri-Bakki und die Hälfte von Tunga wurden vom Unternehmen Lífsval veräußert.

Lífsval war 2002 gegründet worden und besaß 45 Landstücke im Land, als es in diesem Jahr von Landsbanki übernommen wurde. Seitdem hatte die Bank die Ländereien des Unternehmens verkauft.

Bb.is betont, dass der Gesamtumfang des Landes in Langidalur, der nun Varpland gehört, nur einen Bruchteil der 300 sqkm von Grímsstaðir á Fjöllum ausmache.

Hier lesen Sie mehr über Grímsstaðir.

DT

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