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Immer noch unsicher ob Katla ausgebrochen ist

Am vergangenen Wochenende hatten sich Wissenschaftler auf den Weg gemacht, die Region am Mýrdalsgletscher zu erkunden, aus der sich am letzten Freitag eine Flutwelle in den Múlakvísl ergossen hatte. Sie nahmen Wasser- und Gasproben um herauszufinden, ob im Subglazialvulkan Katla eine Eruption stattgefunden hat.

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Mýrdalsjökull. Foto: Páll Stefánsson.

Der isländische Zivilschutz hatte nach der Flutwelle die Zone um den Gletscher zur Gefahrenzone erklärt, rekapitulierte das Fréttabladid.

Die zunächst kleine Flutwelle war rasch angeschwollen und hatte eine 128 Meter lange Brücke über den Fluss Múlakvísl mitgerissen.

Das isländische Rote Kreuz hatte in Vík und Kirkjubaearklaustur Notfallzentren eingerichtet. Etwa 200 Menschen aus den Regionen Álftaver, Medalland und Thakgil waren vorsorglich evakuiert worden.

Am Samstagnachmittag hatten sie zurückkehren dürfen, als die Alarmstufe heruntergesetzt worden war. Nur ein Teil des Gletschers ist weiterhin Gefahrenzone und gesperrt.

Die Flut stammte aus drei bekannten Caledras (nicht zwei, wie früher berichtet), zusätzlich ist eine neue Caldera entstanden. Die Flut verursachte massive Risse im Gletscher.

Erdbebensensoren hatten am Freitag gegen 20.30 seismische Aktivität angezeigt. Kurz nach 10 Uhr stieg diese an. Gegen 5 Uhr am Samstagmorgen war die Aktivität wieder abgeklungen.

Die Geowissenschaftler nahmen am Samstag und Sonntag Proben aus dem Flutwasser. Durch Wasseranalysen hoffen sie herauszufinden, ob es sich nur um eine normale Schmelzwasserflut handelt, oder ob eine subglaziale Eruption in der Katla stattgefunden hat.

Nach Quellen des Morgunbladid deuten erste Ergebnisse darauf hin, dass es sich um geothermales Wasser handelt. Eine Eruption könne dennoch nich ausgeschlossen werden.

„Das einzige was wir mit Sicherheit sagen können ist, dass es in der Katla ziemlich heiss ist und dass es dort Schmelzwasser gibt, unabhängig davon, ob es nun geothermales Wasser ist, oder aus einem Vulkanausbruch stammt.“ erklärt Sigurdur Reynir Gíslason, Geochemiker der Universität Island.

Ebenfalls klar sei, dass sich Magma bewege, man wisse jedoch nicht, ob es die Erdoberfläche erreicht habe. Es gebe gute Gründe, Katla weiterhin sehr gut zu überwachen, ihre Ausbrüche können gefährlich sein.

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DT

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