"Ich lebe wegen euch!" Skip to content

“Ich lebe wegen euch!”

“Ihr habt mich gerettet! Ich lebe wegen euch! Meine Tränen sind kein Zeichen von Enttäuschung, sie sind Tränen der Freude und des Glücks darüber, am Leben zu sein.”

Das sind die Worte von Chris Duff, einem Kayak-Fahrer aus den USA, der von Mitglieder der Rettungswacht Þorbörn in Grindavík 100 nautische Meilen südwestlich der Küste vor Grindavík aus dem Wasser gezogen worden ist. Die Rettungsaktion durch das Boot Oddi V. Gíslason dauerte etwa 24 Stunden, ein Bericht ist auf der Facebookseite des Teams zu finden.

Duff ist seit 2011 von Schottland unterwegs nach Kanada. Auf dem Weg dahin wollte er von Island nach Grönland rudern und hatte sich einige Wochen lang in Island auf seinen Trip vorbereitet. Er hat schon einige Weltrekorde im Segeln aufgestellt, am vergangenen Wochenende landete er jedoch in extrem schlechtem Wetter vor der südwestisländischen Küste.

Rescue mission

Die Bedingungen auf See waren furchtbar, so Otti Rafn Sigmarsson, der an der Rettungsaktion teilgenommen hatte. Die Wellen waren sehr hoch, zudem trafen sich an der Stelle Strömungen von Nord und Süd und formten eine Art Strudel, beschrieb Otti die Lage.

Duff sass in einem selbstgebautem Kayak. Am Samstagmorgen hatte er ein Notrufsignal ausgesendet. Seine physischer und psychischer Zustand verschlechterte sich zusehends, er war der Erschöpfung nahe und der Kayak füllte sich mit Seewasser. Er schaffte es, einen Notdrachen in die Luft zu bringen, in der Hoffnung, der würde eher gesichtet als sein Boot.

Zuletzt hörte er in seinem Seefunkgerät eine Stimme: “Chris Duff, Chris Duff, hier ist das Rettungsboot Grindavík, kannst du uns hören?” Die Verbindung brach ab, doch wenig später hörte er dann: “Chris Duff, hier ist das Rettungsboot von Grindavík, wir sehen deinen Drachen, wir sind etwa 3,5 Meilen von dir entfernt und sind in 20 Minuten bei dir.”

Duff war fast besinnungslos, als man ihn ins Rettungsboot zog.

“Ich habe nie zuvor eine solche Professionalität erlebt. Die Crew begrüsste mich mit einem Lächeln und war froh, mich an Bord zu haben.” Man versuchte auch das Kayak zu retten, aber nach sechs Stunden Abschleppen musste es abgetrennt und aufgegeben werden.

Als Zeichen seiner Dankbarkeit überreichte Duff der Crew ein langes, beschriftetes Ruder.

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