Hunderte Kinder in Armutsfalle Skip to content

Hunderte Kinder in Armutsfalle

Laut neuestem Bericht des Isländischen Roten Kreuzes wachsen in Reykjavík hunderte von Kindern in düsteren Bedingungen auf, stecken in der Armutsfalle, berichtet mbl.is. Es sei weniger wahrscheinlich als bei den anderen Kindern, dass sie die Vorschule besuchten und auch, dass sie außerschulische Aktivitäten nutzten.

Der Bericht trägt den Titel „Das Volk im Schatten: Eine Studie über die Bedingungen der Einwohner der Stadt, denen es am schlechtesten geht”.

„Diese Kinder besuchen seltener die Vorschule, sind weniger aktiv in Leichtathletik und außerschulischen Aktivitäten als Kinder von Eltern, denen es bessergeht; sie nehmen keinen Musikunterricht und im Allgemeinen haben sie weniger Zugang zu sozialen Netzwerken oder anderen qualitativen Angeboten der Gesellschaft als Kinder, deren Eltern finanziell besser dastehen”, steht im Bericht zu lesen.

Der Bericht wurde vom Anthropologen Ómar Valdimarsson erstellt. Er ist eine Zusammenfassung vergangener Studien und enthält Interviews mit über 30 Fachleuten. Zweck sei es herauszufinden, wo die dringendste Notwendigkeit für das Rote Kreuz besteht, zu handeln. Der Bericht wird verwendet, um Rotkreuz-Projekte in Reykjavík für die kommenden Jahre zu entwickeln.

Der Stadtteil Breiðholt sticht auf mancherlei Art heraus. Dort lebten „mehr junge, alleinerziehende Mütter von Sozialhilfe und mehr körperlich und geistig behinderte Menschen als in anderen Stadtteilen; der Bildungsstand ist niedriger… und es gibt dort die höchste Zahl an Mietern von Sozialwohnungen mit Kindern bis 18 Jahren”, steht im Bericht. Dennoch gebe es in Breiðholt starke Jugendorganisationen mit hart arbeitenden Menschen.

Der Bericht bringt auch an den Tag, Kinder von Einwanderern lebten mit dem Risiko, sozial isoliert zu werden, ein Problem, das die Stadt Reykjavík angeht, indem sie Orte bietet, an denen sie sich in besonderen Jugendzentren treffen und mit anderen interagieren können.

Der Bericht befasst sich auch mit den verschiedenen Arten der Unterstützung, die den Flüchtlingen angeboten werden, die von den Behörden eingeladen werden, sich im Land niederzulassen und mit Unterkunft in Island und Unterricht versorgt werden, und der Asylbewerber, die ihre eigene Wohnung im kleinen Mietmarkt finden müssen und weitaus begrenztere Unterstützung erhalten.

Besonderes Augenmerk legt der Bericht auf die Probleme einer Gruppe junger Männer im Alter von 25bis 30 Jahren, arbeitslos, depressiv, drogen- oder alkoholabhängig und viele von ihnen auf einer Warteliste für eine Sozialwohnung.

Fast 2.000 Menschen in Island unterziehen sich jährlich einer Behandlung gegen Drogen-oder Alkoholabhängigkeit. Mehr als 90 Prozent von ihnen habe ein schweres Drogenproblem. Ärzte sind besorgt angesichts der Tatsache, wie häufig es geworden sei, dass Drogensüchtige aufgelöste verschreibungspflichtige Medikamente als Injektionen verwendeten.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter