Hotel Adam hat nicht nur ein Wasserproblem Skip to content

Hotel Adam hat nicht nur ein Wasserproblem

Gestern berichteten wir über das Hotel Adam in Reykjavík, das seinen Gästen riet, kein Leitungswasser zu trinken, sondern stattdessen auf hoteleigenes, in Flaschen abgefülltes und sauteures Wasser zurückzugreifen. Doch der Vorfall scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein.

Vísir berichtet, dass das Unternehmen, kurz bevor es seine Facebook-Seite löschte, ein sehr interessantes Angebot veröffentlicht hatte, in dem es um tschechisches Bier ging. Folgendes war zu lesen: „In unserem neuen Café „Coffee 4 You“ haben wir in Sonderangebot für tschechische Biere. In der Happy hour von 17 bis 20 Uhr: Ein tschechisches Bier, 50 cl, für nur ISK 1.200.“

Die angebotenen Biermarken gehören allerdings nicht zu denen, die in den staatlichen Alkoholläden Vínbúðin verkauft werden. Das bedeutet, dass der Hotelbetreiber das Bier auf anderem Wege erhalten hat oder es selbst importiert haben muss.

Vísir versuchte, ihn per E-Mail zu erreichen, doch es hieß, er sei ohne Handy im Ausland unterwegs.

Laut Þórunn Anna Árnadóttir, der Abteilungsleiterin für Verbraucherrechte beim Amt für Verbraucherschutz, liegen ihrer Behörde Beschwerden über das Hotel vor. Aber auch mit der Bier-Angelegenheit scheint die Liste der Merkwürdigkeiten noch nicht voll. Gestern berichtete Vísir, auf einer an Tschechen gerichteten Facebook-Seite sei ein Stellenangebot des Hotels Adam zu lesen, in dem nach Mitarbeitern für die Rezeption und das Saubermachen gesucht werde. Bewerber müssten bereit sein, an fünf Tagen die Woche je zehn Stunden zu arbeiten. Bei einer solchen 50-Stunden-Woche betrüge das monatliche Gehalt laut Inserat € 1.480 (ISK 212.000), beziehungsweise € 1,030 (ISK 147.000) nach Abzug von Steuern und Übernachtungsgeld. Bewerber müssten sich für mindestens ein Jahr verpflichten.

Vísir weist darauf hin, dass dieses Gehalt unter dem Mindestlohn liege, der ISK 214.000 pro Monat bei einer 40-Stunden-Woche beträgt. Vísirs Quelle erklärte zudem, dass viele Hotels ihre Angestellten unterbezahlen.

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