Höhere Chemikalienbelastung in isländischem Abwasser Skip to content

Höhere Chemikalienbelastung in isländischem Abwasser

Eine aktuelle Studie mit Namen “PPCP Monitoring in the Nordic Countries – Status Report” über das Vorkommen von Spuren von Pharmazeutica und Kosmetika (PPCP) im Abwasser der nordischen Länder hat in Island höhere Konzentrationen gefunden als in den anderen Ländern des Nordens.

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Sicht auf Landspítali und die Hallgrímskirkja. Foto: Dagbjört Oddný Matthíasdóttir.

Die Studie, die von Nordic Screening erstellt wurde, vergleicht Einzelfunde aus allen nordischen Ländern.

Das isländische Institut für die Erforschung und Entwicklung für Nahrungsmittel und Biotechnologie Matís beteiligte sich an der Studie, die Proben an drei Orten nahm: in der Nähe des nationalen Krankenhauses Reykjavík und bei den Abwasseranlagen von Akureyri und Hveragerði.

In den meisten Fällen waren die Konzentrationen von Pharmazeutika in den isländischen Proben niedriger als in den Nachbarländern Dänemark, Färöer, Finnland, Grönland, Norwegen und Schweden. In einigen Fällen fand man höhere Spuren von Ibuprofen (ein Schmerzmittel), von Estradiol (einem antikonzeptiven Hormon), sowie Atenolol (einem Herzmedikament). Diese Spuren werden nach Angaben von Matís aus dem Abwasser in Island nicht herausgefiltert.

Die Studie zieht keine Schlüsse aus den Ergebnissen, was die Auswirkungen auf die Umwelt angeht. Ihr Ziel war lediglich das Sammeln von Informationen über das Vorkommen von PPCP im Abwasser der Region, um weitere Forschung und Überwachung in die Wege zu leiten.

Gesammelt wurden die Informationen von Vertretern des dänischen Zentrums für Umwelt und Energie, der Universität von Aarhus, dem finnischen Umweltinstitut, der isländischen Umweltbehörde, dem Umweltamt der Färöerinseln, dem norwegischen Amt für Klima und Umweltverschmutzung sowie der schwedischen Umweltschutzbehörde.

DT

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