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Hohe Blaualgenkonzentration im Mývatn

Die ungewöhnlich hohe Menge an Blaualgen im Mývatn in Nordisland ist auf eine Verschmutzung durch Menschenhand zurückzuführen, berichtete das Fréttablað gestern. Im vergangenen Sommer hatte die Blaualgenmenge in dem See den von der Weltgesundheitsorganisation WHO gesetzten Grenzwert um das Zwölffache überschritten.

Árni Einarsson, der Leiter der RAMÝ-Forschungsstation am Mývatn, sagte dem Fréttablað gegenüber, dass die Blaualgen im Mývatn wegen seines nährstoffreichen Quellwassers immer schon vorhanden waren, doch im vergangenen Sommer hatten die Algen an manchen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes den See übernommen und die Farbe geändert.

Seiner Ansicht nach ist der Grund dafür in Abwassereinleitung, Überdüngung und industrieller Nutzung zu suchen. Auch das im Jahr 2004 wegen Erodierung geschlossene Silikatunternehmen am Mývatn könnte durchaus noch Schadstoffe freisetzen.

Es sei dringend geboten, jetzt einzugreifen, denn die Verschmutzung rühre aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Grundwasser.

Árni macht die Blaualgenkonzentration auch für das Verschwinden der Marimoalgen im Mývatn verantwortlich. Die kugelförmige Alge kommt ausser im Mývatn nur noch in einem See in Japan vor, wo sich das gleiche Problem gezeigt hatte, schreibt Fréttablað. Dort hatte man daraufhin sämtliche Einleitungen in den See unterbunden, worauf sich der Algenbestand erholt hatte.

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