Handynetz in Vulkannähe muss verbessert werden Skip to content

Handynetz in Vulkannähe muss verbessert werden

Die Mobilfunkverbindung unterhalb des Vulkans Öræfajökull muss dringend verbessert werden, damit Bewohner und Reisende in dem Gebiet im Notfall per SMS benachrichtigt werden können.

Björn Ingi Jónsson, der Gemeindevorsteher von Hornafjörður, sagte RÚV gegenüber, man habe mit den Arbeiten bereits begonnen.

Am Montagabend hatte im Öræfasveit eine Bewohnerversammlung stattgefunden, wo der Evakuierungsplan für einen Ausbruch des Öræfajökull vorgestellt worden war.

Der Notfallplan sieht vor, dass im Fall eines drohenden Ausbruchs alle im Gefahrengebiet eine SMS erhalten, welche sie warnt und auffordert, sich auf dem kürzesten Weg zu einem von drei Höfen zu begeben, die vor einer Gletscherflut sicher sind.

Die Hofgemeinschaft Svínafell an der Ostflanke des Vulkans ist einer der Orte, wo man sich im Fall einer Evakuierung einfinden soll, doch wie auch andernorts in der Region ist die Mobilfunkverbindung hier sehr schlecht. Man kann von der Scheune aus per Handy anrufen, vom Haus aus jedoch nicht.

Ólafur Sigurðsson, der auf Svínafell ein Gästehaus betreibt, berichtet, dass er sich oft am Fenster drehen muss, damit ihm die Telefonverbindung nicht verloren geht. Oft erhalte man auch SMS erst viel später, wobei alte Mobiltelefone sich da zuverlässiger verhalten als die neuen Smartphones.

Nun soll also das altbekannte Mobilfunkproblem ebenso in Angriff genommen werden wie störanfällige Radiosender, über die im Ernstfall Informationen an die Haushalte gelangen sollen.

An der Oberfläche des Vulkans hatte sich nach der jüngsten Erdbebentätigkeit der Rand eines Schmelzkraters im Eis gezeigt, dazu war im Fluss Kvíá Schmelzwasser aus dem Gletscher abgegangen. Vulkanforscher und Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson von der isländischen Universität sagt, die Daten wiesen auf geothermale Hitze in dem Gebiet hin. Er glaubt auch, dass sich an den Wurzeln des Vulkans Magma sammle. Der letzte Ausbruch des mächtigen Vulkans liegt 300 Jahre zurück.

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