Grösster Vulkanausbruch seit den Skaftárfeuern Skip to content

Grösster Vulkanausbruch seit den Skaftárfeuern

By Iceland Review

Der Vulkanausbruch in der Holuhraun ist ein grosser Ausbruch in jeder Hinsicht. In nur zwei Monaten entströmte der Erdspalte mehr Lava als beim Ausbruch der Hekla Mitte des 20. Jh in 13 Monaten. Und setzt man die Lavamenge gleich mit der Asche des Eyjafjallajökulls, so ist der Ausbruch fünf bis sechs mal grösser als der des Gletschervulkans von 2010 und viermal grösser als der Ausbruch des Grímsvötn von 2011, schreibt ruv.is.

Der Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson bezeichnete den Ausbruch als den grössten seit den Skaftárfeuern im Ende des 18. Jahrhunderts.

Die Lava hat sich inzwischen auf ca. einem Quadratkilometer ausgebreitet und ist stellenweise bis zu 20 Metern dick. Die Forschungsbedingungen an der Ausbruchsstelle seien sehr schwierig, sagte der Geophysiker, oft liege dichter Rauch über der Region und man könne kaum Messgeräte aufstellen.

Währenddessen ist die Caldera des benachbarten Vulkans Bárðarbunga auf einer Fläche von 70 Quadratkilometern um ca. 40 Meter abgesunken. Einer Kraterabsenkung folge oft ein grosser Ausbruch, schreibt ruv.is. Man gehe davon aus dass es zwischen der Kraterabsenkung und dem Ausbruch in der Holuhraun einen Zusammenhang gebe. Das Volumen der Absenkung sei jedoch geringer als das Volumen der ausgeströmten Lava.

“Wenn der Ausbruch noch einen weiteren Monat anhält, muss man ihn in jeder Hinsicht als Grossausbruch klassifizieren, auch wenn er hoffentlich die Skaftárfeuer niemals erreichen wird.” sagte Magnús Tumi ruv.is gegenüber. “Man darf die Augen nicht vor anderen Möglichkeiten verschliessen, nämlich vor einem Ausbruch in der Bárðarbunga selbst.” Ein solcher Vulkanausbruch könne zu einer gewaltigen Schmelzwasserflut und massivem Aschefall führen. Es sei wichtig, auf alles vorbereitet zu sein.

Die Erdbebentätigkeit in der Bárðarbunga hält weiter an und hatte sich am Wochenende verstärkt, auch wenn keine Beben über der Stärke 5 aufgezeichnet worden waren. Im INtrusionsgang gab es nur kleinere Beben.

Für Montag, den 3. November, muss im Süden des Landes mit einer erhöhten Schwefeldioxidbelastung aus dem Vulkanausbruch gerechnet werden. Empfindliche Menschen sollten sich im Haus aufhalten und körperliche Anstrengungen vermeiden.

Die Karte mit der Gaswolkenvorhersage finden Sie hier.

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