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Grossangelegter Steuerbetrug vor Gericht

By Iceland Review

Der isländische Generalstaatsanwalt hat acht Personen wegen des Verdachts auf großangelegte Steuerhinterziehung angeklagt. Sie sollen Steuern in Höhe von ISK 278 Millionen (zwei Millionen Euro) hinterzogen haben, wie Vísir berichtet. Den Beschuldigten, sechs Männern und zwei Frauen, wird vorgeworfen, unberechtigte Mehrwertsteuerrückerstattungen beantragt zu haben.

Einer der Angeklagten arbeitete im Tatzeitraum bei den Steuerbehörden. Der Fall ist einer der bisher größten in Island. Polizei und Generalstaatsanwalt ermittelten mehr als fünf Jahre. Die Ermittlungen waren umfassend und einige Hausdurchsuchungen fanden statt.

Alles begann 2010. Die Angeklagten gründeten Fake-Firmen. Alleiniger Zweck bestand darin, das Steuersystem zu betrügen. Sie sollen in den angeblichen Bau von drei Häusern in der Hauptstadtregion verwickelt sein, die in Wirklichkeit nie gebaut wurden.

Der Verdächtige, der damals in der Abteilung für Mehrwertsteuer bei den Steuerbehörden angestellt war, genehmigte laut RÚV die Anträge von zwei Unternehmen im Zusammenhang mit Bauprojekten.

Kurz vor den Enthüllungen und Verhaftungen im Jahr 2010 setzte sich der vermeintliche Rädelsführer nach Südamerika ab. Er wurde später am Internationalen Flughafen Santiago Mariño Caribbean auf der Insel Margarita in Venezuela festgenommen.
RÚV berichtet, die betrügerischen Aktionen seien sehr gut organisiert gewesen. Die meisten der vom Staat gestohlenen Gelder wurden an eine Einzelperson überwiesen, die nicht zu den inhaftierten Angeklagten gehört, und diese Gelder konnten bislang nicht sichergestellt werden. In der Anklageschrift heißt es, in einigen Fällen seien Millionen von Kronen in den Häusern der Verdächtigen gefunden worden, und von einem Angeklagten heißt es, er sei in einer Bar in Kópavogur mit ISK 17 Millionen (EUR 121.000) gesehen worden, die er in einer Tasche bei sich trug.

Einem der Drahtzieher wird vorgeworfen, vier der Angeklagten zu Zeichnungsberechtigten der Fake-Unternehmen gemacht zu haben. Diese Personen hoben in 196 Fällen Geld ab. Der Drahtzieher soll ISK 278 Million in bar erhalten haben, die er für eine Zeitlang verwahrte, sie dann aber an eine ungenannte Person weiterleitete.

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