Grindavíker spenden „Liebes-Krapfen“ Skip to content

Grindavíker spenden „Liebes-Krapfen“

Menschen aus Grindavík in Südwestisland taten sich zusammen und und stellten am vergangenen Dienstagmorgen 2.600 kleinur her, das sind kleine gedrehte Schmalznudeln bzw. Krapfen. Das in Island sehr beliebte Gebäck wurde einer Wohlfahrtsorganisation gespendet, die Lebensmittel an Menschen in Not verteilt.

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Ein altmodisches isländisches Kaffeetisch im Museum Árbaejarsafn. Kleinur sind auf dem Teller rechts. Foto: Páll Kjartansson.

Die grosszügigen Bäcker verpackten die Kleinur, 15 Stück pro Tüte, und die Initiatorin des Projektes, Fanný Lautsen, eine Angestellte des örtlichen Schwimmbades, klebte ausgeschnittene Herzen auf die Tüten und beschriftete sie mit kaerleikskleinur „Liebes-Krapfen“, berichtete Morgunbladid.

„Die Idee war, die Menschen sollen merken, was wir alles tun können. Es muss nicht viel sein, aber wenn wir zusammenstehen, können wir etwas bewegen“, sagte Lautsen. „Es ist wie ein Feuer, das sich unter den Menschen ausbreitet, ein Feuer der Liebe.“

Die Einwohner von Grindavík hätten schnell reagiert, als sie um Freiwillige warb. „Sofort nachdem ich unseren Bäcker Siggi über die Idee informiert hatte, rief er an und versprach, die Zutaten zu spenden. Birna, die Besitzerin der Garage, sagte ‘kein Problem, wir können bei mir backen’. Nettó spendete, was noch benötigt wurde […] und Siggi, der LKW-Fahrer, transportierte alles.“

Das Schmalzgebäck wurde der Wohlfahrtsorganisation Fjölskylduhjálp Íslands zusammen mit 1.000 ISK (6,40 Euro) von jedem Freiwilligen gespendet. Die wöchentliche Verteilung fand am Mittwoch statt.

Wie ruv.is berichtete, erhielten dabei ungefähr 1.000 Menschen Lebensmittelspenden von den Wohlfahrtsorganisationen Fjölskylduhjálp and Maedrastyrksnefnd. Zur ersten Lebensmittelausgabe des Monats kamen mehr Menschen als gewöhnlich und vor den Gebäuden bildeten sich Schlangen.

Jón Gnarr, der Bürgermeister von Reykjavík, sagte, man arbeite an einem System, damit die Menschen nicht für Lebensmittel Schlange stehen müssten. Die Organisation Bót, die gegen die Armut kämpft, hatte die Schlangen als eine Schande für die isländische Nation bezeichnet.

Übersetzung: Bernhild Vögel.

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