Grímsstaðir á Fjöllum geht an Briten Skip to content

Grímsstaðir á Fjöllum geht an Briten

Der britische Milliardär Jim Ratcliffe hat den grössten Anteil der Gemarkung Grímsstaðir á Fjöllum im Hochland nördlich des Gletschers Vatnajökull gekauft, berichtet mbl.is. Bestätigt wurde der Kauf durch den Geschäftsführer des Angelvereins Strengur, Gísli Ásgeirsson.

Der 64-jährige Chemiker Ratcliffe ist Investor und Gründer sowie Hauptanteilseigner der Ineos Chemical Group. Sein Netzwerk wird laut Forbes auf 6,8 Mrd USD (6,5 Mrd EUR) geschätzt.

Gísli zufolge hat Ratcliffe kein Interesse daran, das Land zu nutzen, der Kauf werde keine Veränderungen für die anderen Landeigentümer mit sich bringen. Auch der isländische Staat besitzt einen Teil des Landes. Im Gegenteil, Ratcliffe habe das Land gekauft, um die Lachsflüsse in Nordostisland zu schützen.

“Dies ist Teil eines Projektes zum Aufbau des Lachsbestandes in diesen Flüssen,” sagte Gísli. Ratcliffe ist auch Anteilseigner an Strengur, welcher Angellizenzen an den Flüssen Selá, Hofsá und Hafralandsá verkauft. Im Geschäft mit den Angellizenzen für den begehrten isländischen Wildlachs geht es zum Teil um hohe Summen.

Erst kürzlich wurde berichtet, dass Ratcliffe drei Ländereien in Vopnafjörður in Nordostisland erworben hatte. Durch diese Ländereien fliessen ebenfalls Lachsflüsse.

Grímsstaðir á Fjöllum stand seit Oktober diesen Jahres EU-weit zum Preis von 780 Mio. ISK (6,55 Mio EUR) zum Verkauf. Im Jahr 2012 hatte der chinesische Investor Huang Nubo versucht, das Land für mehr als eine Mrd ISK (8,4 Mrd. EUR) zu kaufen, er hatte dort ein Luxushotel und einen Golfplatz errichten wollen. Nachdem ein legaler Verkauf rechtlich gescheitert war, hatte er versucht, das Land für 40 Jahre zu leasen, doch auch diese Pläne waren fehlgeschlagen.

Der frühere Aussenminister Ögmundur Jónasson, der sich in seiner Amtzeit vehement gegen den Verkauf an den Chinesen eingesetzt hatte, äusserte sich auf seiner Webseite enttäuscht über den Landverkauf, berichtet RÚV.

Er kritisierte scharf die Verkaufsbereitschaft der Isländer und erinnerte daran, wie leicht es sei, Land zu verlieren. Käufer seien nur Menschen und sterblich, nach ihrem Tod gelange das Land auf den freien Markt. Seiner Ansicht müsse verhindert werden, dass grosse Landesteile in die Hand eines Einzelnen geraten, überdies müsse gewährleistet werden, dass die Perlen isländischer Natur Volkseigentum bleiben.

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