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Godafoss: Leck kleiner als befürchtet

Das isländische Containerschiff Godafoss, das letzte Woche im Oslofjord auf ein Riff aufgelaufen war, ist inzwischen weggeschleppt und zwischen der Schäre Kirkeskjaer und dem Inselchen Styre angedockt worden.

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Ein Eimskip Containerschiff. Themenfoto: Páll Stefánsson.

Nach vorläufigen Ergebnissen ist nicht so viel Öl ausgelaufen wie anfangs vermutet.

Taucher, die die Unterseite des Schiffes begutachteten, konnten keine ausgedehnten Beschädigungen erkennen. Es ist noch nicht sicher, ob das Schiff an dem gegenwärtigen Standort repariert werden kann, was den Transport erheblich vereinfachen würde.

Die norwegische Seefahrtsbehörde überwachte die Operationen aus der Luft und zur See und schwedische Ölreinigungsschiffe waren in Alarmbereitschaft. „Soweit wie wir sagen können, liefen die Massnahmen nach Plan und die Verschmutzung war gering“, berichtete Johan Marius Ly von der norwegischen Seefahrtsbehörde.

Bis Mittwochmittag wurden mehr als 100 Kubikmeter ölverschmutztes Seewasser gereinigt. Schätzungsweise 30 Prozent davon waren reines Wasser. Die Luftüberwachung hat noch einige kleinere Ölteppiche in der Nähe der Auflaufstelle ausgemacht. Dort erschwert die Eisschicht die Reinigungsarbeiten, da das Öl zum Teil unter das Eis geflossen ist.

Tests zur Bewertung des Ausmasses der Verschmutzung werden von Sandefjord und Larvik an der westlichen Öffnung des Oslofjords aus durchgeführt, da das Öl in diese Richtung geflossen ist.

Die Wetterbedingungen waren letzte Woche günstig und so wurden Küste und Inseln rund um die Auflaufstelle nicht so schwer von der Ölverschmutzung betroffen, wie anfangs befürchtet.

Eivind Borge, Vorstand der Gemeinde Hvaler, zu der 830 Inseln, Inselchen und Schären gehören, die sich grosser Beliebtheit bei den Sommergästen erfreuen, sagte, es seien tote Vögel gefunden worden, aber er schätzt, dass die Spuren des Unfalles in ein paar Wochen so gut wie beseitigt sein werden.

„Ich hoffe, der Kapitän ist OK. Ich weiss nicht, wie er sich jetzt fühlt, aber er ist auch nur ein Mensch“, sagte Borge. „Es muss ein schreckliches Gefühl sein.“

Auch der maritime Nationalpark Ytre Hvaler gehört zur Gemeinde. Seine Biosphäre ist einzigartig; seltene Tier- und Pflanzenarten sind dort beheimatet.

„Wir hatten Leute draussen im Meeresnationalpark und entlang der Küstenlinie, um die Situation zu erkunden und nach toten Vögeln Ausschau zu halten“, sagte der Oberaufseher des Parks, Bernt Erik Larsen. Er und seine Angestellten sind erleichtert, dass die Godafoss weggeschleppt worden ist.

Larsen erklärte, der gefrorene Fjord erschwere die Überwachung und die Säuberungsarbeiten. Das Öl, das unter das Eis geflossen sei oder sich in den Rissen festgesetzt habe, könne nicht beseitigt werden, bevor das Eis geschmolzen ist. Die langfristigen Auswirkungen könnten erst nach Beendigung der Reinigungsarbeiten abgeschätzt werden.

Das Schiff war mit 800 Tonnen Öl beladen, als es auf Grund lief, so dass die Havarie ernste Konsequenzen für die Umwelt haben könnte.

Hier lesen Sie mehr zu dem Schiffsunglück.

bv

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