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Giftige Dämpfe am Ausbruchsort

Die Such- und Rettungsgesellschaft Landsbjörg (ECE-SAR) hat eine Warnung herausgegeben, dass gefährlich toxische Dämpfe in der unmittelbaren Umgebung des Vulkankraters am Fimmvörduháls in der Luft sind, die dauerhafte Lungenschäden verursachen können, wenn sie eingeatmet werden.

Foto: Páll Stefánsson.

Die Chemikalien, die in die Atmosphäre dringen sind Schwefel, Fluor, Kohlendioxid und Kohlenmonoxyd, das geruchlos und tödlich ist, berichtete ruv.is.

Die Leute werden daher aufgefordert, die Hrunagil-Schlucht, in die die Lava fliesst, nicht zu betreten. Die Schlucht ist sehr schmal und daher können sich die toxischen Dämpfe dort sammeln. Sie sind schwerer als Luft und bewegen sich nahe am Boden.

Wanderer auf dem Bergpass Fimmvörduháls, an dem der Krater liegt, sollen bei klarem Wetter Senken vermeiden, immer oben auf Hügeln und Kämmen bleiben und das Gesicht abwenden, wenn der Wind ihnen Rauch aus der Ausbruchsstelle entgegen bläst.

Pläne, die Strasse in das Tal Thórsmörk zu öffnen, in das der Lavafluss mündet, wurden heute morgen aufgegeben, weil die Flut im Fluss Hvanná plötzlich anstieg. Die Strasse bleibt daher geschlossen und die Polizei hält rund um die Uhr Wache.

Und hier sind einige Ratschläge von ICE-SAR für Leute, die planen auf den Fimmvörduháls zu wandern:

Sie planen zum Ausbruchsort zu wandern? Lesen Sie dies!

Das Wandern auf den Fimmvörduháls von der Südseite (von Skógar) aus ist nun erlaubt, aber wir bitten Sie dringend, vorsichtig und gut ausgerüstet zu sein. Wir betonen, dass Sie dort auf sich allein gestellt sind und die volle Verantwortung tragen.

Der Gletscher selbst (Eyjafjallajökull) und Thórsmörk sind noch gesperrte Zonen und die Strasse zum Fimmvörduháls ist für Fahrzeuge geschlossen, weil es zu nass ist.

Sie können nach Skógar fahren, das mit einem normalen Auto ausgezeichnet zu erreichen ist, und von dort aus hinauf wandern. Sie sollten sich in Skógar registrieren lassen, so dass man weiss wo Sie sind, wenn Sie in Schwierigkeiten geraten sollten.

Rechnen Sie damit, dass es bei guten Bedingungen fünf Stunden braucht, um den den Gipfel zu erreichen – aber ob Sie gute Bedingungen vorfinden, ist eine reine Glückssache. Es gibt dort sogar im Juli Schneestürme. Das Wetter kann sehr schnell wechseln, daher sollten Sie sich entsprechend kleiden und ausrüsten.

ICE-SAR rät:

* Verfolgen Sie den Wetterbericht und berücksichtigen ihn.

* Machen Sie eien Reiseplan und hinterlegen ihn bei Freunden/Familie.

* Machen sich sich mit dem Gelände vertraut.

* Gute Kleidung ist natürlich absolut entscheidend. Ideal ist es, mehrere Lagen atmungsaktiver Kleidung zu tragen. Die äusserste Lage muss wasserfest sein.

* Packen Sie mindestens ein kleines Erste-Hilfe-Set und energiereiche Nahrung ein.

* Eine gute Telekommunikationsausrüstung ist für die Sicherheit wichtig und Sie müssen damit umgehen können. Ein UKW-Radio oder ein NMT-Handy (Nordic Mobile Telephone) kann entscheidend sein, falls etwas schief geht, und um andere über geänderte Pläne informieren zu können.

* Ein GPS-Anzeiger und ein Kompass sollten zur Standardausrüstung gehören, und Sie sollten wissen, wie sie zu bedienen sind.

* Ein Schlafsack, eine Isoliermatte und ein wasserfester Biwaksack oder ein kleines Zelt können über Leben und Tod entscheiden, wenn jemand aus irgendwelchen Gründen unter freiem Himmel liegen muss.

* Es ist besser, rechtzeitig umzukehren als in grosse Schwierigkeiten hineinzugehen.

Und wenn Sie eine teure und schwere Fotoausrüstung mitnehmen, stellen Sie sicher, dass sie sorgfältig und wasserfest verpackt ist und dass Sie sie zusammen mit Lebensmitteln und anderem notwendigen Gepäck zehn Stunden lang tragen können.

Übersetzung: Bernhild Vögel.

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