Gesundheitssektor: Beschwerden über Langsamkeit Skip to content

Gesundheitssektor: Beschwerden über Langsamkeit

Patienten beklagen, Ärzte würden ihre Anrufe erst mit Verspätungen von bis zu vier Tagen beantworten. Gunnar Ingi Gunnarsson, Leiter des Gesundheitszentrums im Reykjavíker Vorort Árbær, sagte, das Gesundheitssystem werde zusammenbrechen, falls nicht schnellstens etwas unternommen werde.

Ein Beispiel: Þorstein Freyr Eggertssons Medikamente waren ausgegangen und er wollte vergangenen Montag mit einem Arzt sprechen. Er rief während der angegebenen Telefonsprechstunde zwischen acht und neun Uhr an, doch, wie ruv.is berichtet, wurde ihm gesagt, die Telefontermine für diesen Tag seien bereits ausgebucht.

Er rief am Dienstag erneut an, erfuhr allerdings, dass an diesem Tag keine Ärzte für eine Telefonberatung zur Verfügung stünden. Das gleiche passierte am Mittwoch. Erst am Donnerstag gelang es ihm, mit einem Arzt zu sprechen und seine Medizin zu bekommen.

Laut Gunnar haben in den vergangenen Jahren einige Ärzte die Klinik verlassen, hauptsächlich, weil sie in Rente gingen, und es sei schwierig, Nachfolger für sie zu finden. Derzeit arbeiten fünf Ärzte am Gesundheitszentrum von Árbær.

Es werde immer schwieriger, die 15.000 Leute zu versorgen, die zum Arbeitsbereich der Klinik gehören, sagte Gunnar.

Etwa 13.000 Menschen, die eigentlich viel lieber ihr örtliches Gesundheitszentrum konsultieren würden, suchen pro Jahr ärztliche Hilfe in der Notaufnahme der Landes- und Universitätsklinik in Reykjavík. Die Gesundheitszentren in der Hauptstadtregion seien ohne zusätzliches Personal nicht in der Lage, die große Menge an Patienten zu verkraften, fügte Gunnar an.

Dem Gesundheitssektor stehen im laufenden Jahr Kürzungen in Höhe von etwa ISK 100 Millionen (EUR 640.000) bevor. „Ich denke, dass weitere Ärzte kündigen, wenn sich in naher Zukunft nichts ändert”, prognostizierte Gunnar.

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