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Gegen Lachszucht im Jökulfjörður

“Ich finde, das kommt überhaupt nicht in Frage, eine Industrieanlage im Naturschutzgebiet anzusiedeln, in keinster Weise,” kommentierte der ehemalige Bürgermeister von Ísafjörður und jetztige Vorsitzende des isländischen Tourismusverbandes, Daníel Jakobsson, die Ideen um eine Lachszucht im Jökulfjörður, einem abgeschiedenen Fjord oberhalb des Ísafjarðardjúp.
Fischerei- und Agrarministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir hatte in der vergangenen Woche ein grosses Fragezeichen hinter das Vorhaben gesetzt, im Jökulfjörður und im Eyjafjörður Fischzuchten zu etablieren. Im Abendmagazin Kastljós sagte die Ministerin, die Pläne weckten sittliche Fragen, da die Jökulfjorde und das Naturschutzgebiet der Hornstrandir ein “Schatz der Leute in den Westfjorden in Bezug auf den Tourismus” darstellten, berichtet Vísir.
Die Fischzuchtbetriebe sollten sich in ihren Anträgen um bislang unberührte Standorte in Mässigung üben.

“Ich denke, die Ministerin hat den Nagel auf den Kopf getroffen,” sagte Daníel. “Die Lage ist so, dass die Leute nun einfach alles beantragen, nur damit es kein anderer bekommt. Überdies ist noch niemanden in den Sinn gekommen, dass jemand um eine Genehmigung zu Fischzucht dort ersuchen würde.” Die Stadtverwaltung habe sich zusammen mit den Tourismusverbänden der Westfjorde bereits unmissverständlich zu der Sache geäussert.

Vor einem Jahr hatte die Stadtverwaltung von Ísafjörður Þorgerður Katríns Amtsvorgängerin darauf gedrängt, einer Fischzucht im Jökulsfjörður keine Genehmigung zu erteilen.

Das Unternehmen Arnarlax hatte einen Antrag auf Produktion von 10.000 Tonnen Lachs an drei Orten im Jökulfjörður gestellt. Bislang ist vom Planungsbüro noch kein Umweltgutachten dazu erstellt worden, schreibt RÚV.

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