Freund in der Wüste Skip to content

Freund in der Wüste

Jeder, der einmal die Ringstrasse in Richtung Osten gefahren ist, kennt das kleine Tankstellencafé mit dem grünen Dach in der Einöde des Sandskeið, ein paar Kilometer hinter Reykjavík. “Litla Kaffistofan”, das kleine Café, wurde 1960 eröffnet, seit 1992 steht Besitzer Stefán Þormar Guðmundsson als Besitzer hinterm Tresen. Der Siebzigjährige möchte sich in diesem Jahr nun zur Ruhe setzen, das Fréttablað hatte in seiner Samstagsausgabe ein Nachfolgegesuch geschaltet.

“Es sind die Kunden, die jeden Tag hierherkommen und zeigen dass der Mensch des Menschen Freude ist,” beschreibt Stefán seine Motivation. “Man unterhält sich, und kämen sie nicht hierher, dann wäre niemand an der Kasse, ich auch nicht.”

Das kleine Café sei ein Freund in der Wüste. Oft genug habe es in Unwettern Gestrandete aufgenommen. Er erinnert sich an das grosse Unwetter von 1996, als sie 40 Stunden ohne Pause durchgearbeitet hätten, um Leute zu retten, schreibt RÚV.

Litla Kaffistofan ist berühmt für ihr selbstgebackenes Brot, ihre Pfannkuchen und die Fleischsuppe. Hot dogs bietet Stefán aus Überzeugung nicht an. “Ich würde mir nicht von einem alten Kerl hot dogs zubereiten lassen, deswegen stell ich mich nicht an einen hot dog-Kessel. Das ist ein Job für junge Leute, hot dogs zuzubereiten.”

Und dann ist da noch die Fussballsammlung. Seit seinem zehnten Lebensjahr hat Stefán Fussballdevotionalien gesammelt, die zieren nun die Wände des kleinen Cafés.

Er hofft inständig, dass sein Nachfolger die Sammlung an ihrem Ort belässt, wo jeder sie bestaunen kann. “Die Geschichte gibt es ja, Fussball ist so beliebt und deswegen sind wir bei der Europameisterschaft in Frankreich im Sommer mit dabei,” sagt Stefán.

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