Die Asche, die beim Ausbruch des Eyjafjallajökull vor einem Jahr in die Atmosphäre gestossen wurde, war in der Tat für Flugzeuge gefährlich. Daher sind die grossangelegten Flughafenschliessungen in ganz Europa gerechtfertigt.
Foto: Páll Stefánsson.
Dies wird in einer Studie des Geologen der Universität Islands, Sigurdur R. Gíslason, und seiner Forscherkollegin Susan Stipp von der Universität Kopenhagen wissenschaftlich belegt.
„Wir können zeigen, dass die Asche sehr feine Partikel aufweist und dadurch per Luftstrom über weite Distanzen transportiert wird,“ sagte Gíslason dem Fréttabladid. „Es war gefährlich, die Asche einzuatmen, und einige ihrer chemischen Substanzen waren auch umwelttoxisch.“
Für die Isländer war es ein grosses Glück, dass die erste Ascheschicht aus dem zunächst noch wassergefüllten Krater diese Chemikalien nicht enthielt. Sie bedeckte den Boden wie eine Schutzschicht, bevor in einem späteren Stadium die giftigen Substanzen in die Atmosphäre gelangten.
Die potentielle Gefahr für den Flugverkehr beschreibt Gíslason so: „Wenn Flugzeuge in so eine Aschewolke hineingeflogen wären, hätte die Asche sie so stark gesandstrahlt, dass man nichts mehr durch die Fenster gesehen hätte. Die chemische Zusammensetzung und die Kristalle der Asche wären in der Maschine des Flugzeugs geschmolzen und hätten nach Erhärten für einen Ausfall der Maschine gesorgt.“
Die Resultate der Studie sind heute im Journal der American National Academy of Sciences, PNAS erschienen.
Auf dem Hof Thorvaldseyri am Fuss des Eyjafjallajökull ist zu Ostern am Jahrestag der Eruption eine Erinnerungsstätte eröffnet worden.
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DT