FL Gruppe wird der massiven Veruntreuung verdächtigt Skip to content

FL Gruppe wird der massiven Veruntreuung verdächtigt

Das Büro für Wirtschaftskriminalität der isländischen Polizei untersucht derzeit eine Transaktion von 3 Mrd. ISK (24 Mio. USD, 18 Mio. EUR) von der isländischen Investmentgesellschaft FL Group auf ein Konto der Kaupthing Bank in Luxemburg.

Copyright: Icelandic Photo Agency.

Dies wurde von Helgi Magnús Gunnarsson, Ermittler für Wirtschaftsdelikte in einem Interview mit dem Morgunbladid bestätigt. Er sagte, das Büro für Wirtschaftskriminalität recherchiere gerade Daten aus Luxemburg.

„Die Frage ist, ob sich dieses Geld auf dem Konto der FL Group in Luxemburg befand, oder ob es für etwas anderes genutzt wurde,“ sagte Gunnarsson.

Die frühere Geschäftsführerin der FL Group Ragnhildur Geirsdóttir erwähnte die Transaktion in einer Erklärung, die sie am Dienstag in den Medien veröffentlichen liess.

Geirsdóttir sagte, sie habe von Hannes Smárason, dem zum Zeitpunkt der Transaktion amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden der FL Group, niemals zufriedenstellende Erläuterungen erhalten, aber sie habe in Unterlagen gesehen, dass die 3 Mrd. ISK zum Teil an die Investmentgruppe Fons gegangen seien.

Gunnarsson sagte, dass die Ermittlungen in dieser Sache schon vor einiger Zeit begonnen hätten – letztes Jahr hatte es Hausdurchsuchungen in Büros aus Smárasons Umfeld gegeben. Nach Quellen des Morgunbladid richtet sich die Untersuchung vor allem gegen Smárason, der die Transaktion in Auftrag gegeben hatte.

Pálmi Haraldson, der frühere Eigentümer von Fons, sagte, der Betrag sei niemals auf die Konten seines Unternehmens transferiert worden. Er wollte Geirsdóttirs Erklärung jedoch nicht weiter kommenieren.

Die Transaktion fand zur gleichen Zeit statt, als Fons die Fluggesellschaft Sterling aufkaufte. Geirsdóttir sagte, sie wüsste nicht, ob der Betrag irgendetwas mit dem Kauf zu tun hatte.

In früheren Berichten hatte Morgunbladid über die Möglichkeit spekuliert, dass die FL Group in den Sterling-Kauf von Fons verwickelt sei – eine Behauptung, die Smárason immer wieder zurückgewiesen hatte.

DV berichtete kürzlich, Geirsdóttir sei bezahlt worden dafür dass sie ihr Ausscheiden aus der FL Group in 2005 nicht kommentiert.

Geirsdóttir wies diese Behauptung zurück und sagte in einem Interview des RÚV-Nachrichtenmagazins Kastljós am Dienstag, der Grund für ihr Ausscheiden damals sei gewesen dass sie mit Smárason nicht hatte zusammenarbeiten können; sie mochte seine Haltung nicht: ‘das gehört mir, ich kann das’.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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