Expertenrunde für Staudammprojekt im Hochland geplant Skip to content

Expertenrunde für Staudammprojekt im Hochland geplant

Eine neue Expertenrunde will der Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Umweltbelange, Sigurður Ingi Jóhannsson, benennen, um einen Teil des Energierahmenplans erneut zu prüfen, schreibt ruv.is.

Sollte die Expertenrunde zum Ergebnis kommen, dass die Wasserfälle Kjálkaversfoss, Dynkufoss und Gljúfurleitarfoss an der oberen Þjórsá für ein Stauwerk geopfert werden können, wolle der Minister das akzeptieren.

thjorsa_psÞjórsá. Foto: Páll Stefánsson /Iceland Review.

Die neue Regierung hatte im vergangenen Jahr mehrere Staudammprojekte aus der Schutz-Kategorie des Energierahmenplans in die Warteschleife vorversetzt, unter anderem das Stauwerk Norðlingaölduveita im Herzen des Hochlandes, unterhalb des Naturschutzgebietes am Þjósárver.

Der Energierahmenplan war noch von der alten Regierung im Frühjahr 2013 verabschiedet worden.

Islands Umweltverbände laufen Sturm gegen die Pläne. In der vergangenen Woche hatte der Minister angekündigt, die Grenzen des Naturschutzgebietes Þjósárver nach Vorschlägen des Energieversorgers Landsvirkjun um das Gebiet eines denkbaren Stausees herum zu verschieben, berichtet ruv.is.

Die Biologieprofessorin Þóra Ellen Þórhallsdóttir, die einer früheren Expertengruppe des Energierahmenplans vorsitzt, kritisierte gegenüber ruv.is, die Ausführungen des Umweltministers, das Gebiet des Þjórsárver und die Þjórsá selber seien zwei verschiedene Gewässer, seien falsch.

Vielmehr sei das gesamte Gebiet in die Schutzkategorie gesetzt worden. „Die Wasserfälle der Þjórsá sind Teil des Gebietes, welchem wir einen sehr hohen Naturschutzbedarf zugemessen haben.”

In einem Brief an den Minister kündigten die Umweltverbände an, vor Gericht ziehen zu wollen, um die Rechtmäßigkeit der Grenzveränderung überprüfen zu lassen schreibt mbl.is.

DT

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