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EU bittet Island um Unterstützung

Der europäische Fischerei- und Seehandelsbeauftragte Joe Borg hat ausdrücklich um die Unterstützung Islands bei der Gestaltung einer neuen und tragfähigen Fischereipolitik für die Europäische Union gebeten. Dies hat er in seinem Artikel veröffentlicht, welcher am Donnerstag in der Zeitung Fréttabladid erschienen ist.

Isländischer Fischer bei der Arbeit. Copyright: Icelandic Photo Agency.

Borg sieht die aktuelle Fischereipolitik der EU als gescheitert an; neun von zehn Fischbeständen sind überfischt und ein Drittel der Bestände befinden sich in einem kläglichen Zustand. Zudem übersteigt die Nachfrage an Fisch die tatsächliche Versorgung, macht Borg klar.

„Stellen sie sich vor, die europäische Fischindustrie wäre profitabel und nachhaltig zu gleich. Die Fischer und jene, die in diesem Bereich arbeiten, hätten einen sicheren Arbeitsplatz und würden anständige Löhne beziehen, und diejenigen, die in Rente gehen, können der nächsten Generation florierende Geschäfte übergeben.

Gleichzeitig könnte die jüngere Generation Arbeit in der Fischindurstrie finden, die auch realistische und vorteilhafte Optionen derjenigen bietet, welche eine Karriere anstreben. Mein Traum ist, dass dies bald Realität wird – zum Beispiel bis 2020,“ schreibt Borg und fügt hinzu:

„Aber wenn wir die Fischindustrie schützen wollen, dann müssen wir die Fischereimethoden ändern. Es ist auch klar, dass wir nicht viel Zeit haben. […] Jeder, nicht nur die Europäische Union, muss sich am Riemen reissen und Verantwortung für die Fische im Meer übernehmen.

Mit diesen Ansichtspunkten vor Augen erkläre ich die Diskussion über die Fischereipolitik der Europäischen Union für eröffnet. Bis zum 31. Dezember wird die EU Kommission alle Vorschläge und Ansichten darüber, wie man die Industrie in Zukunft gestalten könnte, entgegen nehmen.

Ich verspreche umfassende und offene Diskussionen und ich hoffe natürlich auf viele gute Beiträge und Vorschläge aus allen möglichen Richtungen. Ich erhoffe mir speziell von Island Unterstützung, da es viel Erfahrung und Wissen in diesem Bereich hat,“ schlussfolgert Borg.

Für Islands Fischereiminister Jón Bjarnason ziegt Borgs Anfrage, dass es keinen dringenden Grund für Island gibt, der EU beizutreten. „Es scheint mir, als ob er die Probleme der EU in dieser Angelegeheit beschreibt,“ sagte Bjarnason in Interview mit Stöd 2.

Bjarnason erklärte, dass die Probleme politischer Natur sind und durch die Machtzentralisierungung der EU in Brüssel verursacht wurden. Der Minister fügte hinzu, dass er es für unwahrscheinlich hält, dass Island sich an der Lösung dieser Probleme beteiligen wird und das diese intern geklärt werden müsse.

„Allerdings werden wir [Borg] unsere Beratung anbieten, wenn eine formale Anfrage eingegangen ist,“ erklärte Bjarnason und schloss damit ab, dass es etwas zu optimistisch sei zu glauben, dass Island jemals an der Gestaltung der EU-Fischereipolitik teilnehmen und deren EU-Grundlagen ändern wird.

Klicken Sie hier, um mehr über das Thema Fischerei und EU zu lesen.

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