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Erster privater Schlachthof in Island

Heute beginnt der Betrieb in Islands erstem privaten Schlachthof. Das Unternehmen Seglbúðir in Kirkjubæjarklaustur in Südisland wird von dem Ehepaar Þórunn Júlíusdóttir und Erlendur Björnsson geleitet, die Beschäftigten kommen von den umliegenden Höfen.

„Wir haben Wert darauf gelegt, dass das Vieh keine langen Strecken zur Schlachtung gefahren werden muss,“ erklärt Þórunn. Das alte Schlachthaus am Ort war vor Jahren geschlossen worden, seitdem war das Vieh aus dem Skaftáhreppur fast 200 Kilometer entweder nach Selfoss oder nach Höfn transportiert worden, berichtet mbl.is.

Die Unternehmensgründung entsprang der Idee einer nachhaltigen Schafzucht im Skaftáhreppur, wo die im Bezirk geborenen Lämmer in die dortigen Berge getrieben werden und im Herbst vor Ort vermarktet werden, ohne ihren Heimatbezirk zu verlassen.

Dreimal pro Woche sollen 45 Schafe geschlachtet werden, das Fleisch soll länger abhängen als in den großen Schlachthäusern, was den Geschmack verbessert.

Die Gründung des Schlachthauses war ein langer und komplizierter Prozess, sagt Þórunn. Regelwerke seien vor allem auf große Schlachthöfe zugeschnitten. Überdies sei die Inbetriebnahme sehr teuer gewesen, doch habe man Fördergelder vom südisländischen Gemeindeverband und vom Bauernverband BÍ erhalten.

Auch die Dachgesellschaft Eignarhaldsfélag Suðurlands halte Anteile an dem Unternehmen. Zunächst soll das Fleisch nur vor Ort vermarktet werden, für später ist auch eine Vermarktung über die Homepage geplant. Auch über die Schlachtung von Großvieh denken Þórunn und Erlendur nach.

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