Echtheit von Seeungeheuer-Video wird überprüft Skip to content

Echtheit von Seeungeheuer-Video wird überprüft

Die Verwaltung der Gemeinde Fljótsdalshérað in Ost-Island hat eine 13-köpfige Untersuchungskommission ins Leben gerufen, die herausfinden soll, ob es tatsächlich das sagenhafte Seeungeheuer Lagarfljótsormurinn (dt.: der Lagarfljótswurm) war, das Hjörtur Kjerúlf, Landwirt auf Hrafnkelsstaðir, vergangenen Winter gefilmt hat.

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Lagarfljót. Foto: ESA.

Hjörturs Video von einem Ding oder einer Kreatur, die sich wie ein Wurm im Fluss Jökulsá í Fljótsdal windet, der in den See Lagarfljót, den angeblichen Lebensraum des Seeungeheuers, mündet, erntete große Aufmerksamkeit, was dazu führte, dass ausländische Filmteams anreisten, um Lagarfljótsormurinn vor die Linse zu bekommen, berichtet ruv.is.

Nun könnte Hjörtur eine halbe Million ISK (EUR 3.400) einheimsen, einen Preis, den die örtliche Verwaltung vor 15 Jahren auf Bilder von Lagarfljótsormurinn ausgeschrieben hat. Der Preis wurde allerdings noch nie ausgezahlt, denn keines der jemals eingereichten Fotos schien das Seeungeheuer zu zeigen.

Allerdings wurde das Versprechen auf den Preis nie zurückgenommen.

„Ein Mann erzählte mir davon und so beschloss ich, einmal nachzufragen, ob man nicht prüfen könne, ob mein Film den Preis wert ist”, sagte Hjörtur gegenüber Fréttablaðið.

Gefragt, ob er wirklich glaube, sein Film zeige Lagarfljótsormurinn, berief sich Hjörtur auf einen berühmten Schriftsteller: „Þórbergur Þórðarson sagte, es charakterisiere die Bewohner von Hérað, dass sie nie glaubten, was sie sähen. Ich bin nicht wie sie.”

Ein anderer Landwirt in der Gegend, Sigurður Aðalsteinsson auf Vaðbrekka im Jökuldalur, reichte ebenfalls ein Bild von etwas ein, von dem er annimmt, es sei der Wurm.

„Das Bild muss genauso beurteilt werden wie Hjörturs Video”, erklärte Fljótsdalshéraðs Bürgermeister Björn Ingimarsson und unterstrich noch einmal, die Verwaltung nehme den Wettbewerb sehr ernst.

Laut ruv.is erklärten alle Mitglieder der Gemeindeverwaltung, sie zweifelten nicht an der Existenz des Seeungeheuers. Allerdings könnten sie in ihrer Eigenschaft als Hüter der öffentlichen Gelder das Preisgeld nicht ohne genaueste Untersuchung der Angelegenheit auszahlen.

Und so wurde eine sogenannte „Wahrheitsfindungs-Kommission” eingerichtet, die die Authentizität des Videos und des Phänomens, das es zeigt, untermauert. Der Ausschuss besteht aus Mitgliedern der Gemeindeverwaltung, einem Naturwissenschaftler und einem Parlaments-Abgeordneten.

Die Kommission arbeitet ehrenamtlich, ihr wurde aber viel Zeit für die komplette Aufarbeitung gegeben, nämlich bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode.

Hier lesen Sie mehr über Lagarfljótsormurinn.

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