Die Bank von innen ausgeraubt? Skip to content

Die Bank von innen ausgeraubt?

Das Abwicklungskomitee der isländischen Bank Glitnir hat dem Gericht in New York eine Reihe von Beweisen vorgelegt. Es beschuldigt Jón Ásgeir Jóhannesson, den ehemaligen Boss der insolventen Kapitalbeteiligungsgesellschaft Baugur, und sechs seiner Geschäftspartner, umgerechnet 1,6 Milliarden Euro von der Bank gestohlen zu haben.

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Jón Ásgeir Jóhannesson. Foto: Páll Stefánsson.

Nach der eidesstattlichen Versicherung des früheren Finanzdirektors von Glitnir, Alexander Gudmundsson, hat der mitbeschuldigte ehemalige Glitnir-Präsident Lárus Welding seinen Einfluss genutzt, um viel zu hohe Kredite an Jóhannessons Firmen wie die FL-Gruppe und Baugur zu vergeben.

Das Komitee belegt unter anderem die Verbindung der Beschuldigten zu den USA. Einige von ihnen, darunter der ehemalige Präsident der FL-Gruppe Hannes Smárason, haben in den USA Schulen besucht, längere Zeit dort gelebt oder führten ihre Geschäfte von den Vereinigten Staaten aus.

Wie RÚV berichtete, haben etliche Beschuldigte behauptet, ihre Englischkenntnisse seien nicht ausreichend, um das Gerichtsverfahren in New York durchzustehen.

Jóhannesson erklärte, der einzige Zweck, das Verfahren in New York durchzuführen, bestehe darin, seinen und die Namen seiner Kollegen in der Presse durch den Dreck zu ziehen.

In einem Interview mit Fréttabladid hat Jóhannesson geleugnet, Geld der Bank gestohlen zu haben. Das Komitee habe zwölf Monate vergeblich nach dem verschwundenen Geld gesucht. Zum wiederholten Male forderte Jóhannesson, es solle den Fall vor ein isländisches Gericht bringen und den Diebstahl beim Polizeichef in der Reykjavíker Skúlagata anzeigen.

Das Glitnir-Abwicklungskomitee dagegen ist überzeugt, dass es die „Gang“ kriegen wird, die die Bank Glitnir von innen ausgenommen hat.

Hier erfahren Sie mehr zum Fall Jón Ásgeir Jóhannesson.

Übersetzung/Zusammenfassung: Bernhild Vögel

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