Der Monat Þorri und sein besonderer Speiseplan Skip to content

Der Monat Þorri und sein besonderer Speiseplan

Heute beginnt der isländische Monat Þorri, der in der Regel bei großen Veranstaltungen namens Þorrablót mit traditionellen isländischen Speisen gefeiert wird. Þorrablóts werden den ganzen Monat über an vielen Stellen im Land gefeiert.

Unter dem normalerweise als Büfett arrangierten Essen findet sich folgendes:

Leicht süßes und langsam gebackenes Schwarzbrot, das þrumari (dt.: Donnerer) genannt wird, ganz einfach wegen des „Donners”, den es im Allgemeinen am „hinteren Ende“ derer, die es genossen haben, verursacht.

Getrockneter Fisch harðfiskur ist eine unverzichtbare Delikatesse, trotz seines ausgeprägten, strengen Duftes. Meist wird er mit etwas Butter genossen.

Fermentierter Hai hákarl, der in kleinen Würfeln, so groß wie Würfelzucker, serviert wird, aber vollkommen anders schmeckt als dieser. Die Würfelchen sind nichts für Empfindliche, für andere indes eine wahre Delikatesse.

Brennivín, der auch als „Schwarzer Tod” bekannt ist, ist ein Kartoffelschnaps. Das Getränk eignet sich perfekt dazu, den fermentierten Hai herunterzuspülen.

Verfaulte Eier. Man sagt, die Besten kämen aus den Westfjorden. Sie sind verfault und schmecken auch so.

Gekochte und in Molke eingelegte Hammelhoden, hrútspungur. Dies sollte als Beschreibung genügen.

Gepresstes und oft in Molke eingelegtes Fleisch aus Lammköpfen, Kopfkäse oder svið genannt. Von dieser Beschreibung sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn es ist ein wahrer Leckerbissen.

Vor allem Kinder lieben Leberwurst aus Schafsleber, lifrapylsa. Cousin Blutwurst, blóðmör, ist ebenfalls sehr beliebt, und beides zusammen heißt slátur, Geschlachtetes.

Wenn nichts vom oben Genannten die Lust aufs Schlemmen weckt, bleibt immer noch geräuchertes Lammfleisch hangikjöt, das man unbedingt kosten sollte. Oft liegt auch noch Salzfleisch, saltkjöt, auf dem Buffet, welches gerne vom Pferd ist.

Die aufgelisteten Speisen sind ein Beweis dafür, wie gut unsere Vorväter die Ressourcen nutzten und nichts verschwendeten. Um es haltbar zu machen, wurde Fleisch früher entweder geräuchert oder in Molke eingelegt, Fisch wurde getrocknet.

Wer zu einem þorrablót eingeladen wird, sollte unbedingt die Möglichkeit wahrnehmen, teilzunehmen. Man sollte sich vorher aufbrezeln, dann vom Büfett kosten, und nach dem Essen das Tanzbein schwingen.

Hier sehen Sie ein Video, auf dem ein Isländer verzweifelt versucht, þorri-Essen ohne Hammelhoden zu kaufen. http://www.ruv.is/frett/eg-drep-thig-ef-thad-eru-hrutspungar-i-

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