Der Bürgermeister von Reykjavík sucht neue Staatsangehörigkeit Skip to content

Der Bürgermeister von Reykjavík sucht neue Staatsangehörigkeit

By Iceland Review

Der Reykjavíker Bürgermeister Jón Gnarr hat auf seiner Facebookseite angekündigt, dass er sich nach der Staatsangehörigkeit in einem anderen Land umschauen will.

jongnarr2010_psFoto: Páll Stefánsson / Iceland Review.

Sein richtiger Name lautet Jón Gunnar Kristinson, seit Kindertagen lässt er sich Jón Gnarr (kurz für Gunnar) nennen. Dem isländischen Namensregister zufolge erfüllt dieser Name jedoch nicht die Gesetzeskriterien.

Jón findet das ungerecht. Ausländische Bürger, die die isländische Staatsangehörigkeit bekommen, dürfen ihren Namen behalten, Isländer hingegen müssen sich an die traditionellen Gesetze halten. Seiner Ansicht nach verstößt das gegen die Menschenrechte.

„Es gibt keine Familiennamen in Island. Das soll irgend so ein isländisches Traditions-blabla schützen. Einwanderer wurden früher gezwungen, ihren Namen zu ändern, die mussten isländische Namen übernehmen. Das ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte, daher wurde das in den 90ger Jahren wieder geändert. Isländische Eltern dürfen ihr Kind nicht Jesus nennen. Aber viele Immigranten mit isländischer Staatsangehörigkeit heißen Jesus,” erklärt der Bürgermeister.

Er wolle nun die Staatsbürgerschaft in einem anderen Land beantragen, um Island verlassen zu können, seinen Namen im Ausland registrieren zu lassen und als Ausländer zurückzukehren, damit er seinen Namen behalten könne.

Seine Tochter habe er Camilla nach ihrer Großmutter genannt. Das nationale Namensregister habe den Namen auf Kamilla geändert, weil der Buchstabe ‘C’ aus dem isländischen Alphabeth gestrichen worden sei.

DT

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