Das unberührte Hochland und seine Bauwerke Skip to content

Das unberührte Hochland und seine Bauwerke

Zum “unberührten Hochland Islands” hat Vísir heute ein paar Zahlen veröffentlicht, denn ganz so unberührt, wie die Werbung möchte, ist das Hochland nun nicht.

Innerhalb der Grenzen, die Island vor gut 20 Jahren im Rahmen eines nationalen Flächennutzungsplans um das Hochland gezogen hat, und die etwa 40 Prozent des Landes umfassen, befinden sich nämlich 250 Häuser, 360 Kilometer Hochspanungsleitungen, 4000 Kilometer Strasse, aber auch acht Kraftwerke, 17 Tasperren und 35 Stauwerke.

Auf der Karte im Film ist gut zu erkennen, was sich alles innerhalb dieser Markierung befindet.

Die Bauwerke im Hochland sind nicht nur industrieller Natur, sondern auch von Privat errichtet. Längst nicht alle sind registriert. Man schätzt die Hütten und Wetterschutzhütten auf um die 400. Im Immobilienverzeichnis sind 244 Häuser innerhalb der Grenzen des Hochlandes registriert, der grösste Teil davon sind Pferdeställe, Sommerhäuser, Übernachtungshütten, Toilettenhäuschen, Bergungshütten,Gästehäuser und andere Serviceeinrichtungen.

Die grössten Bauwerke nach Quadratmetern sind die Maschinenhäuser der Kraftwerke, die meisten von ihnen befinden sich im Hochland: Búrfell, Sultartanga, Búðarháls, Hrauneyjar, Sigalda, Vatnsfell, Þórisvatn, Hágöngur und Kárahnjúkar, ebenso wie Kvíslaveita und das Blönduvirkjun. Dazu gehören dann 35 Staudämme, die sich alle im Hochland befinden, sowie 17 Stausseen: Bjarnalón, Blöndulón, Dratthalavatn, Eyvindarlón, Hágöngulón, Hálslón, Hrauneyjalón, Hreysislón, Kelduárlón, Krókslón, Kvíslavatn, Sauðafellslón, Sporðöldulón, Sultartangalón, Ufsárlón, Vatnsfellslón und Þjórsárlón.

Allein das Kvíslaveita-Kraftwerk besteht aus 12 Staudämmen und einer Vielzahl von Kanälen, sowie fünf Stauseen unterhalb des Naturschutzgebietes Þórsárver im Herzen des Hochlandes.

Wie auf der Karte im Film gut zu sehen ist, verlaufen 360 Kilometer Hochspannungsleitung durchs Hochland, die längste davon zieht sich südlich des Langjökulls zwischen dem Kaldidalur und Hrauneyja entlang, ausserdem eine Leitung über dem Hochlandpass Fjallabaksleið nyðri, sowie eine Leitung im Gebiet des Mývatns- und Möðrudalsöræfi.

GPS-Messungen ergaben ein Wegenetz von 4000 Kilometern. Die isländische Strassenadministration hat 1920 Kilometer als Pisten, 505 Kilometer als Haupt-und Verbindungsstrassen und 105 Kilometer asphaltierte Strassen im Hochland gemessen.Trotz dieser Zahlen hält sich das Bild vom unberührten Hochland.

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