Das Katzenasyl von Akureyri Skip to content

Das Katzenasyl von Akureyri

Ragnheiður Gunnarsdóttir aus Akureyri war im Jahr 2012 frustriert, weil es keine vorübergehende Unterbringungsmöglichkeit für heimatlose Katzen in ihrer Stadt gab, und startete kurzerhand ein Katzenasyl in ihrem Wohnzimmer. Die Idee kam ihr, nachdem sie bekommen hatte, dass die Stadt herrenlose Katzen fängt und tötet.

„Da kam raus, dass die Stadt an den Pferdeställen von Akureyri Katzen jagte und sie euthanisierte. Ich wollte schauen, ob ich da was anderes machen kann, was besseres, als die armen Dinger zu töten,“ sagte Ragnheiður dem Morgunblaðið gegenüber. Im gleichen Jahr wurde sie von der lokalen Wochenzeitung Akureyri Vikublað zum Bürger des Nordens gewählt. Sie hat seither hunderte von Katzen beherbergt und vermittelt.

Ragnheiður ist Kisukots einzige Angestellte, sie betreibt ihr kleines Asyl mit Spenden und Ersparnissen. Nebenher arbeitet sie im Haustierladen Dýraríkið. Sie würde gerne mit der Stadt zusammenarbeiten, doch stieß ihr Interesse auf wenig Gegenliebe, sagt sie. Bislang gab es auch keine Möglichkeit, ein separates Asyl zu eröffnen, sodass die Katzen weiter bei ihr zuhause leben.

Wenn ihr der Platz ausgeht, stehen Pflegefamilien zur Verfügung, die die Katzen vorübergehend aufnehmen und eine Katzentoilette sowie Futter zur Verfügung gestellt bekommen.

„Im Sommer ist es am stressigsten. Momentan hab ich 16 Junge und 8 erwachsene Katzen, die neue Besitzer suchen. Die Kleinen machen am meisten Arbeit.“

Zumindest Ragnheiðurs Tierarzt ist mit im Boot und gibt ihr ordentlichen Rabatt bei Sterilisationen, Impfungen und medizinischer Betreuung. Oft riefen Einwohner sie an, wenn eine Katze vermisst
werden, dabei sei doch die Polizei und Stadt dafür zuständig.

Sie betont, wie wichtig es sei, Katzen zu sterilisieren und mit einem Mikrochip auszustatten. Viele gesunde Katzen werden jedes Jahr getötet, weil ihr Besitzer nicht gefunden wird, und natürlich weil es viel zu viele herrenlose Katzen gibt.

„Wenn die Tierfänger eine herrenlose Katzen fangen, die keinen Mikrochip hat, hat der Besitzer zwei Tage Zeit, sie abzuholen. Danach darf die Stadt die Katze töten. Ganz egal ob die Katze offenbar jemandem gehört, so ist das Gesetz,“ erklärt Ragnheiður.

Kisokot lebt von Spenden, man kann auch Mitglied werden und einen kleinen Mitgliedsbeitrag bezahlen, der beim Kostendecken hilft. Wenn Sie spenden möchten, können Sie auf dieses Spendenkonto überweisen: 0162-26-001100, kt. 021286-3039.

Weitere Information gibt es auf der Facebookseite von Kisokot.

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