Dankesbrief an die Rettungseinheiten Skip to content

Dankesbrief an die Rettungseinheiten

By Iceland Review

Der isländische Wetterdienst hat für den Südost und Ostteil des Landes eine Unwetterwarnung herausgegeben. Vor allem im Osten muss mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 28 m/s gerechnet werden. An Berghängen können Windbösen lebensgefährlich werden. Es sei definitiv kein Reisewetter, schreibt der Wetterdienst.

Im Westen hat sich die Lage beruhigt, doch nach neuen Schneefällen behindern Schnee und Schneeverwehungen überall den Verkehr, viele Pässe auch auf der Ringstrasse, vor allem im Norden, sind nicht befahrbar.

Informieren Sie sich unbedingt über die aktuelle Wetterlage auf vedur.is und über den Straßenzustand auf vegagerdin.is , bevor Sie eine Fahrt planen. (ófært bedeutet unbefahrbar)

Die Vorsitzende des westfjordischen Rettungsteams Blakkur hat heute morgen einen Dankesbrief an ihre Einheit auf der Facebookseite von Landsbjörg veröffentlicht.

Briet Arnardóttir schreibt, daß sie voller Bewunderung für ihre Mannschaften sei:

„Die vergangenen Tage waren sehr arbeitsreich. Wir sind in den Bergen im Einsatz gewesen, es gab feststeckende Autos, Stromausfälle, gebrochene Strommasten, und Proviant/Benzinversorgung für von der Aussenwelt abgeschnittene Höfe.“ Ein langer Einsatz sei es gewesen und sicher nicht der letzte in diesem Winter, wenn man den Wettervorhersagen glaube. Männer und Frauen seien nachts heimgekommen, hätten sich kurz hingelegt und seien dann wieder ausgerückt. Alle hätten sie mit einem unglaublichem Gemeinschaftssinn erledigt, was anfiel.

„Nach dem letzten Unwetter sind die Zustände hier und in den südlichen Westfjorden kritisch gewesen. Häuser waren ohne Strom und Heizung und Werte waren in Gefahr. Ein langandauernder Stromausfall kann starke Auswirkungen auf den Einzelnen haben, und natürlich auch auf Unternehmen, die auf den Strom angewiesen sind. Generationen von Lachsen in Gefahr können finanzielle Schäden von mehreren Millionen bedeuten. Stromausfall kann sehr hohe Folgeschäden verursachen. Meine Männer hier oben haben in den letzten Tagen alles gegeben was sie konnten, um unwetterbedingte Unglücke zu verhindern und den Einheiten der Stromversorger zu helfen, die ebenfalls Gigantisches geleistet haben.

„Hinter all diesen Rettungsmännern,“ so schreibt Briet weiter, „stehen Arbeitgeber, die unglaublich geduldig sind und sie von der Arbeit freigeben, wann immer es sein muss. Die meisten Arbeitgeber ermöglichen es, daß die Männer ihren Lohn trotz der Rettungseinsätze ausgezahlt bekommen, und das ist kein Klacks, überhaupt nicht selbstverständlich und eine unheimliche Unterstützung für das Rettungswesen und jeden einzelnen Freiwilligen der Rettungseinheiten.

Ich habe alle Zeiten die wir hier in den lezten Tagen im Einsatz waren, zusammengerechnet,“ schreibt Briet. „und bin auf zwei Monatswerke gekommen.“ Sie wolle mit ihrem nicht so geordneten Brief daran erinnern, was alles möglich ist mit einer guten Mannschaft und wieviel der Einsatz der isländischen Rettungsteams für jeden einzelnen bedeuten – auch für uns, die nur zuhause vor dem Fernseher sitzen, Weihnachtskekse essen und heißen Kakao schlürfen.“

Sie wolle, nun da erst mal alles vorbei sei, ihren Rettungsmännern sagen, wie stolz sie auf ihre Mannschaft und auf alle Björgunarsveit im ganzen Land sei.

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