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Camper sind zunehmendes Ärgernis

By Iceland Review

Im Servicebereich der Tourismusbranche nimmt der Ärger über Touristen zu, die das Land in Campern bereisen. Auf der Facebookseite Bakland ferðaþjónnustunnar, wo Beschäftigte der Tourismusindustrie eine Plattform für ihre Sorgen und Fragen finden, drehte sich in den vergangenen Tagen die Diskussion beinahe ausschliesslich um die Camper.

Die Nachfrage nach den umgebauten Lieferwagen ist gestiegen. Als Anbieter fungieren Kúkú Campers, Happy Campers, Campervan Iceland, Trig Campers, JS Camper Rental und Iceland Mini Campers.

In den Sommermonaten wird von den Mietern der Camoer erwartet, dass sie auf Campingplätzen übernachten und die dortigen sanitären Anlagen nutzen. Im Winter sind Campingplätze in Island jedoch geschlossen, was die Touristen zwingt, woanders zu übernachten.

Æsa Gísladóttir, Hoteldirektorin in Norður-Vík in Südisland, ist frustriert von Campermietern, die ihre Fahrzeuge auf dem Hotelparkplatz abstellen, die Sanitäranlagen und das Internet des Hotels benutzen, manchmal sogar fragen, ob sie Utensilien aus der Hotelküche borgen können, und nicht einen Pfennig bezahlen.

Im Gespräch mit Vísir sagte sie, sie fände es unfair, dass Gäste, die für ihre Unterkunft bezahlten, die Örtlichkeiten mit diesen Leuten teilen und mit ihnen in der Schlange vor der Toilette stehen müssten. Und wenn die Leute die Toilette nicht benutzten, würden sie ihre Notdurft draussen erledigen.

Æsa wünscht sich dass die Vermieter ihren Kunden klarmachen, dass sie nicht einfach überall parken und Serviceleistungen in Anspruch nehmen können, für die andere Reisende bezahlen.

Hoteldirektor Pétur Snæbjörnsson vom Hótel Reykjahlíð in Nordisland, beklagt ähnliches. Beinahe jede Nacht parken bei ihm Camper auf dem Hotelparkplatz. Er kritisiert die Tatsache, dass die Campervermietungen auch im Winter ihre Fahrzeuge vermieten, wenn die Campingplätze geschlossen sind. Im Sommer hingegen, so glaubt er, vermeiden die Campertouristen Campingplätze und würden sie nur als Notlösung ansteuern.

“Im ganzen Land kämpfen die Leute mit dem Problem,” sagte er Vísir.

Der Geschäftsführer von KúKú Campers, Lárus Guðbjartsson, sagte Vísir, das Unternehmen dränge seine Kunden, die Toiletten an Tankstellen zu benutzen und nicht neben Campingplätzen zu parken, um die Sanitäranlagen dort umsonst zu benutzen. Lárus glaubt, 90 Prozent seiner Kunden würden auf Campingplätzen parken. Überdies ermögliche er dank der Fahrzeuge mehr Menschen, das Land zu besuchen, da die Unterkünfte im Sommer ohnehin meist ausgebucht seien.

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