Birnas Tod könnte Sicht auf Gewalt in Grönland ändern Skip to content

Birnas Tod könnte Sicht auf Gewalt in Grönland ändern

Wie Vísir gestern berichtete, ist eine Frau in Grönland wiederholt von ihren Landsleuten genötigt worden, ein Besatzungsmitglied des Trawlers Polar Nanoq wegen Vergewaltigung anzuzeigen. Der Fall war nie vor Gericht gegangen. Der Beschuldigte ist einer der beiden Männer, die in Island in Untersuchungshaft sitzen, weil sie des Mordes an der 20-jährigen Birna Bjánsdóttir verdächtigt werden.

Die Frau hatte einen Eintrag auf Facebook geschrieben. Sie plane nicht, den Mann anzuklagen, und sie hoffe, die Leute würden aufhören, ihr entsprechende Nachrichten zu schicken. Sie wollte auf Nachfrage von Vísir nicht viel über den Fall sagen, gab aber zu verstehen, dass Birnas Verschwinden und die Medienberichte sie betroffen gemacht hätten. Der Fall war in Grönland heftig diskutiert worden, weil beide des Mordes an Birna Verdächtigte aus dem Land stammen.

Der Mann, dem die Vergewaltigung der Grönländerin vorgeworfen wird, ist jener, der den roten Kia Mietwagen gefahren hatte, in welchem Birna an dem Tag mitgefahren war, an dem sie gestorben war.

Ingibjörg Björnsdóttir, eine isländische Krankenschwester, die in Grönland lebt, hofft, dass Birnas Fall dabei hilft, Gewalt in Grönland stärker zu thematisieren, schreibt Vísir. Sie findet die Haltung zu häuslicher Gewalt in Grönland ähnle der Situation in Island vor 30 Jahren, wo sie ihre Kindheit verbrachte. Häusliche Gewalt, so Ingibjörg, wird nicht thematisiert und Nachrichten über Gewalt werden in der Presse nicht veröffentlicht.

“Man kann das Schweigen mit Händen greifen, wenn es um Gewalt gegen Frauen und Kinder geht,”sagt Ingibjörg. “Ich glaube, Birnas tragischer Tod wird die Art und Weise verändern, wie die grönländische Nation mit Gewalt gegen Frauen und Kinder umgeht.” Sie hoffe, die Grönländer würden sich nun einer Diskussion über Gewalt öffnen können.

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