Die Suchtrupps, die sich im September auf den Weg in die Berge machen, um Schafe zusammenzutreiben, wurden seit alters her von einem Mann, dem sogenannten Bergkönig (Fjallakóngur) angeführt. Im südisländischen Bezirk Gnúpverjahreppur ist das anders, berichtet visir.is.
Themenfoto: Bernhild Vögel/Iceland Review.
Dort führt seit zehn Jahren Lilja Loftsdóttir die Gruppe der Schaftreiber an. Inzwischen besteht etwa die Hälfte der Treiber aus Frauen, deren Männer lieber zuhause bleiben und auf die Kinder aufpassen.
Das Schafetreiben im Gnúpverjahreppur ist mit einer Dauer von neun Tagen das längste in ganz Island. Eine Gruppe von sechs Leuten macht sich auf den Weg zum Gletscher Hofsjökull im zentralen Hochland und treibt die Schafe von dort aus nach Süden.
Einer von ihnen erzählte, das Wetter sei vom zweiten Tag an nass und sehr nebelig gewesen, was die Suche nach Schafen erschwert habe.
Auf dem Weg nach Süden schließen dann immer mehr berittene Treiber auf, bis am vergangenen Wochenende etwa 30 Treiber die 4000 Schafe herunter ins Þjórsárdalur und in den Pferch Skaftholtsréttir in Árnes getrieben hatten.
DT