Bank verkauft Handelsunternehmen Hagar Skip to content

Bank verkauft Handelsunternehmen Hagar

Der Vorstand der Arion Bank (vormals Kaupthing) hat Ende letzter Woche angekündigt, er werde die Börsenzulassung für das Handelsunternehmen Hagar beantragen und die Anteile der Bank an Hagar verkaufen. Die gegenwärtigen Manager von Hagar können 15 Prozent der Anteile kaufen.

Von diesen 15 Prozent hat der Hagar-Vorstandschef Jóhannes Jónsson – der Vater des früheren Baugur-Chefs und Mitgründer der Bónus-Supermarktkette Jón Ásgeir Jóhannesson – Anspruch auf zehn Prozent, die er zum selben Preis wie jeder andere Investor kaufen kann, berichtete visir.is.

Der Direktor der Arion Bank, Finnur Sveinbjörnsson, erklärte gegenüber Morgunbladid, dies sei die beste Lösung für alle. „Nachdem wir das Pro und Kontra unterschiedlicher Möglichkeiten abgewogen haben, sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass dies das Beste für die Bank, die Hagar-Beschäftigten und das Unternehmens selbst ist – und darüber hinaus auch für die weitere Entwicklung des Aktienmarktes des Landes.“

Hagar ist das führende Unternehmen auf dem Lebensmittelmarkt in Island mit einem 60-prozentigen Marktanteil in der Hauptstadtregion und 50 Prozent im gesamten Land. Neben Supermärkten wie Bónus, Hagkaup und 10-11 betreibt die Gesellschaft auch verschiedene Bekleidungsgeschäfte (Debenhams, Karen Miller, Oasis u.a.).

Kaupthing erwarb 95 Prozent der Anteile von Hagar bei der Übernahmen der Holdinggesellschaft 1998, die der Bank enorme Summen schuldete.

Sveinbjörnsson sagte, es sei unklar, wie viel von den 1998-Schulden die Bank durch den Verkauf der Hagar-Anteile zurückbekommt: „Durch den offenen Verkaufsprozess ist das Ergebnis nicht im Voraus abzusehen.“

Die Arion Bank bereitet nun den Börsengang von Hagar vor. Wenn alles planmässig verläuft, kann das Unternehmen gegen Jahresende an die Börse gehen. Der Emissionspreis der Aktien ist noch nicht bekannt.

Ein neuberufener Vorstand von Hagar wird die Vorbereitungen treffen. Jónsson wird Vorstandsvorsitzender blieben. Er betonte in einer Stellungnahme, es herrsche nicht länger Unsicherheit über Hagars Zukunft, und verlangte Ruhe für die Arbeit an dem Unternehmen.

In den letzten Monaten hatte es viel Aufregung und kontroverse Diskussionen um Meldungen gegeben, Jónsson und seine Familie würden die Haupteigentümer von Hagar bleiben und könnten einen Grossteil ihrer Schulden abschreiben.

Übersetzung: Bernhild Vögel.

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