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Autistischer isländischer Junge begeistert Kate Winslet

golden-hat-kate-winslet-logoDie britische Schauspielerin Kate Winslet kündigte letzte Woche an dass sie eine Stiftung zur Unterstützung von autistischen Menschen ins Leben gerufen habe, berichtet visir.is.

Die Stiftung trägt sie in Zusammenarbeit mit Margrét Dagmar Ericsdóttir, der Mutter des autistischen Jungen Keli, der durch die Filmproduktion A Mothers Courage: Talking Back to Autism (im Original Sólskinsdrengurinn) berühmt wurde.

Regisseur der Produktion war Fridrik Thór Fridriksson, Winslet lieh dem Film die englische Erzählerstimme.

„Die Stiftung ist Kate Winslets Werk, sie ist Pionierin dieses Projekts,“ sagte Ericsdóttir dem Fréttabladid. Die Stiftung trägt den Namen ‘Goldener Hut’, als Referenz an ein Gedicht aus Kelis Feder. Gestern wurde das Stiftungsprojekt in den USA vorgestellt und die Webseite offiziell hochgeladen.

Ericsdóttir sagte sie sei sprachlos über Engagement und Energie der Schauspielerin. „Sie ruft Keli mindestens einmal die Woche an und spricht mit ihm, auch wenn Keli ihr nicht antworten kann.“

Ericsdóttir sagte, sie sei auch dankbar für das Engagement von Dorrit Moussaieff, der isländischen Präsidentengattin, die den Kontakt zu Winselt hergestellt hatte.

Es habe immer das Ziel einer Stiftung gegeben und die Dokumentation war nur der Anfang. „Aber als mein Mann und ich am 11. September letzten Jahres nach Toronto zum Filmfestival flogen, hatte ich meine Pläne bereits begraben.“ Kate Winslet grub sie wieder aus.

„Ich traf sie im August 2009, als sie die Erzählstimme für den Film aufnahm. Zwischen uns hat es sofort gefunkt. Ich schickte ihr eine Email um mich für ihre gespendete Arbeit zu bedanken. Sie schrieb mir zurück, ob sie eine Wohltätigkeitsstiftung für mich ins Leben rufen solle, oder ob sie mehr tun könne.“ sagte Ericsdóttir dem Morgunbladid.

In einer Pressemitteilung, die die Stiftung ankündigte, erklärte Winslet dass ihre Tochter sie indirekt dazu aufgefordert habe. „Nachdem ich A Mother’s Courage: Talking Back to Autism mit ihr angeschaut hatte, drehte sie sich zu mir und fragte mich, wie ich es wohl finden würde wenn sie nicht zu mir sprechen könne.

Als mir klar wurde, was es für eine Mutter bedeutet, nicht zu ihrem eigenen Kind sprechen zu können, wusste ich dass ich meine Stimme erheben muss, um Aufmerksamkeit für diese Krankheit zu wecken.“ erklärte Winslet. Sie nahm Kontakt zu Virgin-Chef Richard Branson auf und fragte ihn um Rat.

Ericsdóttir bezeichnet Bransons Hilfe als unbezahlbar. „Sie haben uns soviel geholfen. Es ist eine Menge Arbeit, so eine Stiftung in den USA ins Leben zu rufen, es war unglaublich viel bürokratischer Aufwand, aber sie helfen uns dabei.“

Ericsdóttir sagte dem Fréttabladid, dass sie immer noch kaum glauben könne, soweit gekommen zu sein, zwei Jahre nach der Island-Premiere von A Mother’s Courage: Talking Back to Autism. „Regisseur Fridrik Thór hat mir gesagt, dass dem Film eine Art Zauber innewohnt. Ich glaube er hat recht.“

A Mother’s Courage: Talking Back to Autism wird im September auf DVD erscheinen. Alle Gewinne werden der Stiftung ‘Goldener Hut’ zugute kommen.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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