Ausländische Investoren verprellt Skip to content

Ausländische Investoren verprellt

Ausländische Investoren haben das Interesse am Erwerb eines fast 30 prozentigen Anteils an der Bank Íslandsbanki (vormals Glitnir) verloren, nachdem der Oberste Gerichtshof von Island im Juni Fremdwährungskredite für illegal erklärt hat.

Der Oberste Gerichtshof von Island. Foto: Páll Kjartansson.

Die Investoren hatten die Schweizer Bank USB kontaktiert, die den Verkauf der Anteile des Glitnir-Auflösungskomitees abwickelt, und ihr Interesse bekundet, berichtete Fréttabladid.

„Es hatte sich in die richtige Richtung bewegt, aber nach der Entscheidung über die Fremdwährungskredite wurden die Ankaufspläne automatisch storniert. Nach der Entscheidung passierte nichts mehr“, sagte Árni Tómasson, der Vorsitzende des Glitnir-Auflösungskomitees, das zur Vertretung der Anteile der Kläger auch einen Sitz im Vorstand von Íslandsbanki hat.

Tómasson fügte hinzu, das instabile finanzielle Umfeld in Island habe die Investoren verprellt und nun seien sie wieder am Nullpunkt angelangt.

Íslandsbanki ist überwiegend im Besitz ausländischer Kläger. Ihre Gesellschaft, ISB Holding, hält 95 Prozent der Anteile. Die restlichen fünf Prozent sind im Besitz des isländischen Staates.

Finnur Oddsson, Geschäftsführer der isländischen Handelskammer, sagte, es überrasche nicht, dass die Investoren ihre Pläne aufgegeben hätten. Sowohl isländische wie ausländische Investoren zögerten, da die Reaktionen der Regierung unvorhersehbar seien und sie negativ gegenüber ausländischen Investoren eingestellt sei.

„Investoren wollen nicht überrumpelt werden wie es oft in den letzten Monaten passiert ist. Es gibt einige Faktoren, so die vieldiskutierte Fremdwährungskredit-Entscheidung, die jüngsten Vorstellungen zur Nationalisierung des Energiesektors und Änderungen des Gesetzes zur Übernahmeverpflichtung, die sogar rückwirkend sind“, sagte Oddsson.

Hier erfahren Sie mehr über die gegenwärtige Energiedebatte.

Übersetzung: Bernhild Vögel.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter