Arbeitsgruppe rund um den Pferdeverleih soll Tierschutz fördern Skip to content

Arbeitsgruppe rund um den Pferdeverleih soll Tierschutz fördern

Die oberste Veterinäraufsichtsbehörde MAST hat keine genauen Angaben darüber, wieviele Pferdeverleihe in Island tatsächlich betrieben werden, obwohl ihr die Tierschutzaufsicht obliegt, berichtet Vísir.

Die Anzahl der Pferdeverleihe hat sich durch den Ansturm im Tourismus in den vergangenen Jahren vervielfacht, die Tourismusbehörde hat 146 Betriebe auf ihrer Liste, vermutlich liegt die Zahl jedoch höher. Bislang gibt es keine Dachorganisation für Pferdeverleihe, eine solche soll nun gegründet werden, um die Branche auf eigene Füsse zu stellen.

Die Behörde hat zusammen mit Vertretern der Pferdeverleihe und des Pferdezüchterverbandes Anfang April eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um Betriebsregeln für den Pferdeverleih aufzustellen. In dem Zusammenhang soll auch eine aktuelle Liste aller Verleihunternehmen erstellt werden.

Die im Jahr 2014 eingeführten Pferdeschutzregeln verlangen, dass alle Betriebe, die Pferde gegen ein Entgelt verleihen, sich anmelden. Neuerdings soll im Stall an exponierter Stelle nun ein Tagebuch vorhanden sein, wo die Nutzung eines jeden Pferdes nach Stunden eingetragen werden muss, um eine Übernutzung in kurzen oder längeren Touren zu vermeiden. Pferde die einer Klassifikation im Tierschutzgesetz nach zu dünn sind, dürfen im Verleih nicht eingesetzt werden. Sie müssen gesund und den Anforderungen gewachsen sein.

Auch die Informationen zum Seuchenschutz sollen überarbeitet werden, hier geht es vor allem darum, die Reittouristen mit korrekten Auskünften über Kleidung und Ausrüstung für eine Reittur zu versorgen, um die Einschleppung von Krankheitserregern zu verhindern.

Des weiteren will die Arbeitsgruppe sich mit dem Thema Reitergewicht auseinandersetzen. Einige Pferdeverleihe haben bereits eine Gewichtsbegrenzung eingeführt. Arbeitsgruppenleiter Sveinn Steinarsson vom Verband der Pferdezüchter sagte, das Thema müsse auf den Tisch, und die im vergangenen Jahr erschienene Doktorarbeit über die Belastungsfähigkeit des Islandpferdes sei da gerade zum rechten Zeitpunkt gekommen.

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