Anwältin will Verteidiger wegen Informationsleck verklagen Skip to content

Anwältin will Verteidiger wegen Informationsleck verklagen

Jóhanna Sigurjónsdóttir, die Rechtsanwältin zweier jungen Frauen, welche vor kurzem zwei Männer wegen Vergewaltigung in einem Apartment in Reykjavík angezeigt haben, will den Anwalt eines der Verdächtigen wegen Durchsickerns vertraulicher Informationen vor den Richter bringen, schreibt RÚV. Sie befürchtet, dass eine detaillierte Medienberichterstattung zur Anzeige ihrer Klientin den Fall und die Ermittlungen stören könnte.

Auf dem Titelblatt des heutigen Fréttablaðið wird auf eine Erklärung einer der jungen Frauen vor der Polizei eingegangen. Jóhanna sagt, dass öffentliche Diskussionen über sexuelle Gewalttaten hart für die Opfer seien. Detaillierte Beschreibungen sind veröffentlicht worden, ungeachtet dessen, ob sie zutreffend oder falsch sind. Solche Berichte könnten möglicherweise Zeugen beeinflussen, die bei der Polizei noch aussagen müssen, sie könnten daher die Ermittlungen zerstören.

Sie erinnert sich nicht daran, dass jemals ein Pressemedium eine Kopie der Zeugenaussagen erhalten hat, während die Ermittlung noch im Gange ist. Daher fragt sie, ob ein Opfer, welches einen sexuellen Überfall meldet, damit rechnen muss, dass der Verteidiger der Gegenseite Informationen der Ausage an die Presse weiterleitet:

“Meiner Ansicht nach herrscht kein Zweifel darüber, dass mein Kollege Viljálmur (H. Vilhjálmsson, Verteidiger in dem Fall) seine beruflichen Pflichten verletzt hat, und dann hat er neben anderen Dingen Vorschriften des Strafgesetzbuches verletzt, er hat Gesetzesvorschriften zur Vorgehensweise im Strafgesetz verletzt, sowie Gesetze Juristen betreffend, und natürlich den ethischen Kodex von Rechtsanwälten.”

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