Anwalt: Erschießen der Eisbärin war ekelhaft Skip to content

Anwalt: Erschießen der Eisbärin war ekelhaft

Der Abschuss eines Eisbären am Samstag in Nordwest-Island spiegelt einen Mangel an Verständnis für Tierschutzfragen und einen Mangel an Respekt für lebende Tiere wider. Dies denkt Árni Stefán Árnason, ein auf Tierrecht spezialisierter Anwalt.

„Ich finde, hier zeigt sich ein massiver Mangel an Respekt, und dies kam während der Autopsie ans Licht. Dieses Weibchen, das kam und erschossen wurde, sonderte noch Milch ab, was davon ausgehen lässt, dass ihr Nachwuchs noch immer am Ufer ist“, stellte Árni fest. Er fügte an, sollte dies der Fall sein, seien die Jungen ihrer Mutter beraubt worden und kämpften nun um ihre Leben.

Er erklärte, das Gesetz erlaube es, Eisbären zu retten, doch es erlaube auch, sie zu töten, wenn sie eine Bedrohung für Menschen darstellten.

„Wenn so etwas in Kanada passiert, werden Experten mit einem Hubschrauber hingeschickt, von dem aus sie mit einem Betäubungsgewehr auf das Tier schießen. Dann wird der Eisbär in eine abgelegene Gegend zurückgebracht“, sagte Árni und wies darauf hin, dass der Eisbär auf diese Art nach Grönland hätte transportiert werden können.

„Ich finde, dieser Fall ist ekelhaft, so wie alle Fälle, in denen Eisbären umgebracht wurden“, meinte Árni, und bezog sich damit auf die fünf Eisbären, die innerhalb weniger Jahre in Island abgeschossen wurden. „Ein Anwalt hat ein sehr gutes Papier über den Rechtsstatus der Eisbären rund um Island geschrieben, in dem er feststellte, dass alle diese Tötungen unnötig und ungerechtfertigt waren.“

Dieser Anwalt sei der auf Polarrecht spezialisierte Húni Heiðar Hallsson, wie Árni gegnüber Iceland Review erklärte.

„Tierschutz steckt in Island noch in den Kinderschuhen“, beklagte Árni.

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