Analyse des isländischen Tourismus vorgestellt Skip to content

Analyse des isländischen Tourismus vorgestellt

Island wird sich mit Langzeitzielen im Tourismus auseinandersetzen müssen. Es wird seine Tendenz, die größtmögliche Menge an Touristen ins Land zu holen, überdenken und sich stattdessen entscheiden müssen, welche Art von Tourismus es betreiben möchte und darin ein gutes Gleichgewicht finden.

geysir-area_psStrokkur im „Golden Circle“. Foto: Páll Stefánsson/Iceland Review.

Dies sind einige der Ergebnisse einer Studie über den isländischen Tourismus, die die britische Unternehmensberatung PKF für die Landeswerbeagentur Íslandsstofa zusammengestellt und vorgestern vorgestellt hat, berichtet ruv.is.

Die Studie beschäftigte sich mit Marketing, Finanzstrategie, Aufbau und Zielen der isländischen Tourismusindustrie. Schwächen, Stärken und Möglichkeiten der Branche wurden ebenso untersucht wie die Gefahren, die dem Tourismus innewohnen.

Eine der Stärken liege unter anderem in Islands Sicherheit und Sauberkeit. Zudem können sechs der zehn Nationen, die am meisten Geld für Reisen ausgeben, Direktflüge nach Island buchen.

Denkbar für die Zukunft sei, Touristen mit besonderen Interesselagen, die sich auch außerhalb der üblichen Reisezeiten verfolgen lassen, ins Land zu holen. Der Fokus müsse dabei vermehrt auf Kulturtourismus, Gesundheit und Ernährung liegen.

Die Schwäche der isländischen Tourismusbranche sei in seiner Ziellosigkeit und seinem widersprüchlichen Marketing zu finden, sowie im Fehlen von Langzeitzielen und in der schwachen Infrastruktur.

Auch Gefahren habe der isländische Tourismus sich der Studie zufolge zu stellen. Die Bedeutung des sogenannten „Golden Circle“ werde als zu hoch eingestuft, der Besucherandrang gefährde die Umwelt.

Unterkunftsmöglichkeiten und Markierungen an beliebten Zielen außerhalb des besiedelten Landes seien schlecht und könnten damit die Attraktivität der Stätten gefährden.

Die Kreuzfahrtschiffe stellen ebenfalls eine Gefahr für den Tourismus dar. Ihre Anzahl sei zu hoch, die Schiffe zu groß und die Anzahl der Passagiere, die Landausflüge buchen, sei zu hoch.

Am Ende könne es für die Isländer so enden, dass sie im Tourismus ihres eigenen Landes versinken, heißt es in der Studie.

DT

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